Trends & Themen

Aktuelle Förderprogramme, Finanzhilfen und Hilfsprogramme für mittelständische Unternehmen.
Illustration: Marcela Bustamante
Illustration: Marcela Bustamante
Olaf Strohm Redaktion

Neue KMU-Förderprogramme
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und die KfW haben die Förderprogramme für kleine und mittelständische Unternehmen neu aufgestellt. Ihnen steht künftig jeweils ein eigenes Förderprogramm zur zinsgünstigen Finanzierung von Vorhaben im In- und Ausland sowie von Gründungen und Unternehmensübernahmen zur Verfügung. Der neue ERP-Förderkredit KMU bietet allen Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 50 Millionen Euro, mit nicht mehr als 249 Beschäftigten und einer Bilanzsumme von maximal 43 Millionen Euro zinsgünstige Kredite mit attraktiven Konditionen an. Je nach Finanzierungszweck kann eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren vereinbart werden. Den Banken, die die Finanzierung abwickeln, bietet die KfW die Option einer teilweisen Übernahme des Kreditrisikos von 50 Prozent für Unternehmen, die seit mindestens drei Jahren am Markt sind, um eine positive Kreditentscheidung zu erleichtern. Die neuen Programme lösen den KfW-Unternehmerkredit, den ERP-Gründerkredit Universell sowie das ERP-Regionalförderprogramm ab.

Abfederung von Kriegsfolgen
Die ersten beiden Hilfsprogramme für Unternehmen zur Abfederung der Folgen des Ukraine-Kriegs – etwa durch gestiegene Energiepreise oder Sanktionen – sind startklar: Zum einen sind das Erweiterungen bei den Bund-Länder-Bürgschaftsprogrammen für vom Ukraine-Krieg nachweislich betroffene Unternehmen. Das KfW-Kreditprogramm „KfW-Sonderprogramm UBR 2022“, um kurzfristig die Liquidität der von dem Ukraine-Krieg nachweislich betroffenen Unternehmen zu sichern, startet in Kürze. Unternehmen aller Größenklassen und Branchen erhalten Zugang zu zinsgünstigen Krediten mit weitgehender Haftungsfreistellung der Hausbanken. Zusätzlich wird eine Konsortialfinanzierungsvariante mit substantieller Risikoübernahme angeboten.

Neuer High-Tech Gründerfonds
Der High-Tech Gründerfonds ist ein Frühphasenfonds für innovative, technologie-orientierte Unternehmen, die nicht älter als drei Jahre sind. Die Voraussetzungen für eine Finanzierung sind erfolgversprechende Forschungsergebnisse, eine innovative technologische Basis und eine aussichtsreiche Marktsituation. Am 14. Juni wurde der Zeichnungsschluss der vierten Generation des High-Tech Gründerfonds mit einem Investitionsvolumen von über 400 Millionen Euro verkündet. Zu den Investoren gehören neben dem Bundeswirtschaftsministerium und der KfW Capital derzeit 40 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, insbesondere aus dem Mittelstand.

Förderprogramm Neustart Kultur
Um die Notlage im Kultur- und Medienbereich zu lindern und die kulturelle Infrastruktur zu erhalten, hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien das Rettungs- und Zukunftsprogramm Neustart Kultur aufgelegt. Nach den aktuell geltenden Vorgaben können Kulturschaffende und Kultureinrichtungen bis 30. Juni 2023 mit den Programmmitteln unterstützt werden. Derzeit besteht Neustart Kultur aus 74 spartenspezifischen Einzelprogrammen, die von rund 40 mittelausreichenden Stellen umgesetzt werden und sich drei Bereichen zuordnen lassen: Pandemiebedingte Investitionen nicht überwiegend öffentlich geförderter Kultureinrichtungen, Förderung von Schutzmaßnahmen in Kassen- oder Sanitärbereichen und Einbau oder Umrüstung von Lüftungsanlagen. Weitere Informationen: www.kulturstaatsministerin.de

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