Factoring - ein probates Mittel zur kurzfristigen Unternehmensfinanzierung

Juli 2015 | Wirtschaftswoche | Der starke Mittelstand

Factoring - ein probates Mittel zur kurzfristigen Unternehmensfinanzierung

In Zeiten von Basel III und steigendem Wettbewerbsdruck setzen immer mehr mittelständische Unternehmen auf innovative Finanzierungslösungen.

BNP Paribas Factor GmbH / Anzeige

Unabhängig von Unternehmensgröße und Branche sehen sich Mittelständler mit unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert, die erhebliche Auswirkungen auf ihre finanzielle Situation haben. Ein steigender Wert an Außenständen, lange Forderungslaufzeiten und Zahlungsziele oder gar Forderungsverluste können zu Liquiditätsengpässen führen. Diese machen sich besonders bei starkem Umsatzwachstum und im Saisongeschäft ­bemerkbar. Das im Umlaufvermögen gebundene Kapital (Working-Capital) steht dem Unternehmen oft nicht schnell genug für den Ausgleich eigener Verbindlichkeiten oder für Investitionen zur Verfügung.


Maßgeschneiderte Factoring-Produkte schaffen hier Abhilfe. Als Ergänzung zu klassischen Finanzierungsformen, wie beispielsweise der Kontokorrentkreditlinie der Hausbank, stellt das Factoring einen sinnvollen Baustein im Gesamtfinanzierungskonzept eines Unternehmens dar.

WAS IST FACTORING?


Im Rahmen eines professionellen Working-Capital-­Managements liefert das Factoring mit seinen unterschiedlichen Leistungskomponenten einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Der Factoring-Partner, beispielsweise BNP Paribas Factor, übernimmt die Finanzierung, schützt vor Forderungsausfällen und führt das Forderungsmanagement durch. Im Gegensatz zu klassischen Inkassounternehmen kauft der Factor nur solide und werthaltige Forderungen auf. In der Umsetzung bedeutet das: Ein Unternehmen verkauft Forderungen aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen an den Factor, der die offenen Forderungsbeträge bezahlt. 90 % des ausstehenden Betrages werden dem Unternehmen umgehend zur Verfügung gestellt. Die verbleibenden 10   % werden ausgezahlt, sobald der Factor den gesamten Betrag vom Debitor erhalten hat. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen einem offenen und stillen Factoring. Beim offenen Factoring wird den Debitoren des Factoring-Kunden der Forderungsverkauf mitgeteilt und die Bezahlung erfolgt an den Factor. Bei einem stillen Factoring erfahren die Debitoren dagegen nichts von der Forderungsabtretung.


WIE PROFITIEREN MITTELSTÄNDISCHE UNTERNEHMEN VON FACTORING?


Die Vorteile des Factoring machen sich schnell bemerkbar: Eine erhöhte Liquidität verschafft dem Unternehmen sofort und auf Dauer größere Handlungsspielräume und flexiblere Finanzierungsmöglichkeiten. Die Optimierung des Working-Capitals führt zur Bilanzkürzung und einer Steigerung des Eigenkapitals. Ein besseres Rating bei Banken und Kreditinstituten und damit günstigere Finanzierungskonditionen sind die erfreulichen Konsequenzen. Darüber hinaus trägt die Off-Balance-Finanzierung dazu bei, dass zusätzliche Erträge durch Erzielung von Preisnachlässen bei der Begleichung eigener Verbindlichkeiten erwirtschaftet werden können. Die Risikovermeidung von Forderungsausfällen bei in- und ausländischen Debitoren gibt dem Unternehmen Sicherheit und Planbarkeit. Operativ entlastet die Zusammenarbeit mit einem Factor die eigene Buchhaltung beim Mahn- und Inkassowesen.