Smart, Smarter, Berlin

Juni 2015 | Wirtschaftswoche | Energieeffizienz

Smart, Smarter, Berlin

Die deutsche Hauptstadt ist Vorreiter auf dem Weg zur nachhaltigen und vernetzten Metropole der Zukunft.

BERLIN PARTNER / Unternehmensbeitrag

Begrünte Dächer, dezentrale Energieversorgung, ein multimediales Gesundheitsmanagement, elektrifizierter Verkehr – dies sind nur einige Aspekte, die eine „Smart City“ auszeichnen. Um dem Demografie- und Klimawandel zu begegnen, müssen urbane Räume attraktiver werden. Eine „Smart City“ vernetzt Wirtschaft und Wissenschaft, nutzt Ressourcen optimal und nachhaltig und reduziert die Emissionen auf das Nötigste. 

 

Berlin übernimmt dabei europaweit eine Vorreiterrolle. Die forcierte Smart City-Strategie ist Leitsatz für die Zukunft und Teil des Stadtentwicklungskonzepts Berlin 2030. 

 

Die Hauptstadt ist Praxislabor und Geburtsstätte von intelligenten Infrastrukturen. Dazu zählen die Automatisierung zahlreicher öffentlicher Gebäude, smarte Stromnetze und vor allem Verkehrslösungen. Berlin ist Modellstadt für Elektromobilität, hier werden elektrische Müllfahrzeuge wie auch Elektrobusse getestet, die berührungsfrei per Induktion aufgeladen werden. Die Berliner Verkehrsinformationszentrale (VIZ) versorgt Autofahrer mit aktuellen Verkehrsmeldungen, damit sie schnell, sicher und umweltschonend ans Ziel kommen. Ein neues sensorgesteuertes Parkmanagementsystem wird den Parksuchverkehr, der innerstädtisch bis zu 30 Prozent des Gesamtverkehrs ausmacht, radikal verringern.  

 

Berlin liegt inmitten einer Windenergie-Region und ist Vorreiter bei der Energiewende. Das Berliner Stromnetz ist bereits heute ein „Smart Grid“, mit intelligenter IT, Kooperationen mit Startups und einem modernen Angebot an Bürgerbeteiligungsformaten trägt die Stromnetz Berlin GmbH dazu bei, dass sich Berlin schon heute zu Recht als „Smart City“ bezeichnen darf.   

 

Zusätzlichen Schub geben die vielen Forschungseinrichtungen, die innovativen Unternehmen und die Startup-Szene. So hat Biotronik SE & Co. KG das Home Monitoring System entwickelt, mit dessen Hilfe Herzpatienten jederzeit weltweit telemedizinisch betreut werden können.


Auf dem EUREF-Campus in Schöneberg werden bald 5.500 Menschen aus Forschung und Entwicklung zusammenarbeiten, zum Teil auch leben – mit nahezu CO2-neutraler Energieversorgung. Und am Berliner Institut für Verkehrsforschung tüftelt man an einem umwelt- und sozialverträglichen Verkehrssystem. Projekte wie die Umrüstung auf Elektro-Lastenräder statt Autos bei Kurierfahrten oder die Entwicklung einer Reiseführer-App in Deutscher Gebärdensprache zeigen, dass sich die Smart City im Kleinen formiert. 

 

Aus der technologischen Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft sollen Strukturen für einen modernen, wettbewerbsfähigen Standort Berlin entstehen, der für Bewohner wie Besucher gleichermaßen attraktiver Anziehungspunkt ist. 

„Bis 2030 werden in Berlin weitere rund 250.000 Menschen leben – das ist eine ganze Kleinstadt. Wir brauchen Lösungen, um Berlin als wachsende Stadt fit für die Zukunft zu machen. Da spielt vor allem das Thema Smart City eine Rolle. Lösungen für Berlin kommen aber auch aus Berlin und sie können als weltweite Referenz dienen: Berlin ist mit 3,4 Millionen Einwohnern zwar die einzige große Metropole Deutschlands, die echten Megastädte liegen jedoch in Asien. Wir laden die Industrie ein: In Berlin können sie ihre Erfahrungen im Kleineren sammeln und als Referenz für die ganze Welt nutzen. Die Ansiedlung des Innovationszentrums zum Internet of Everything von Cisco im letzten Jahr in Berlin ist ein sehr gutes Beispiel dafür.“

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