Hybrid-Operationen gegen Vorhofflimmern

Oktober 2021 | Die Zeit | Zukunft Medizin

Hybrid-Operationen gegen Vorhofflimmern

Die chirurgische Ablation erzielt ausgezeichnete Resultate und ermöglicht ein Absetzen von Blutverdünnern.

Prof. Dr. med. Sacha Salzberg Herzchirurg und Gründer von Swiss Ablation
Swiss Ablation / Beitrag

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung, welche mit Medikamenten, Kardioversion und Ablation behandelt wird. Wenn diese Maßnahmen nicht zum Erfolg führen und bevor ein Herzschrittmacher in Betracht gezogen wird, kann die chirurgische Ablation eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit von Elektrophysiologen (Kardiologen mit Schwerpunkt in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen) und der Rhythmuschirurgie (herzchirurgische Spezialisierung) offeriert eine signifikante Erweiterung des Behandlungsspektrums. Diese neue und innovative Zusammenarbeit wird „HeartTeam“ genannt und basiert auf einem therapeutischen Hybridansatz. Der Chirurg führt eine sehr schonende und effektive Operation aus, welche sich streng an anatomischen Strukturen ausrichtet, er eliminiert die störenden Impulse, welche das Vorhofflimmern auslösen, durch spezielle Blockaden. Minimal invasiv, mit 3D-Video wird auf der Herzoberfläche das Gewebe verödet (Lungenvenen Isolation Box).

 

Zusätzlich wird durch das Abtrennen des Vorhofohrs die wichtigste Quelle für Blutgerinnsel, die zum Schlaganfall führen kann, effektiv und gefahrlos ausgeschaltet – danach benötigen Patien-ten keine Blutverdünnung mehr. Der Eingriff dauert 60 Minuten und die Patienten bleiben ca. drei Tage in der Klinik. Beide Maßnahmen sind Grundbausteine der Vorhofflimmer-Therapie und führen bei bis zu 90 Prozent zur Freiheit von Vorhofflimmern. Wenn im weiteren Verlauf eine Herzrhythmusstörung erneut auftritt, kann mit dem Katheter im Herzinneren die Situation neu analysiert und ggf. mit einer umschriebenen Ener-gieabgabe „nachbehandelt“ werden. Das ist das Hybrid-Verfahren und es ist besonders geeignet für Patienten mit lang bestehendem Vorhofflimmern, mehrfacher erfolgloser Katheterbehandlung oder je-ne, die keine Kandidaten für eine solche sind oder diese nicht wollen, aber auch für Patienten, die keinen Blutverdünner einnehmen können oder wollen.

 

Seit dem 1. Juni neu in München: Die Sprechstunde in München und die chirurgische Ablation an der Schön Klinik in Vogtareuth. Alle Informationen auf unserer Homepage.

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