Effizientes Heizen zahlt sich aus

März 2017 | Die Welt | Wohnen der Zukunft

Effizientes Heizen zahlt sich aus

Kosten- und energiesparende Heizmethoden liegen im Trend. Das Serviceportal „Intelligent heizen“ zeigt Verbrauchern, welche Varianten es gibt.

Bei der Wahl des richtigen Heizsystems hilft der Fachhandwerker
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Die Bilanz von veralteten Heizanlagen ist alarmierend: Sie verbrauchen bis zu 40 Prozent mehr Energie als moderne Heizsysteme. Wer in die energetische Sanierung der eigenen vier Wände investieren möchte, wird vom Staat finanziell unterstützt. Doch so individuell wie ein Haus und sein Besitzer sind die Möglichkeiten der Modernisierung. Der Spitzenverband der Gebäudetechnik VdZ unterstützt Sanierer auf ihrem Weg zu einer effizienten und umweltfreundlichen Heizung. Seit 10 Jahren leistet das Verbraucherportal www.intelligent-heizen.info wichtige Hilfestellung beim Modernisieren von Anlagen.

Wärme optimal verteilen – Heizungsoptimierung

Bereits mit kleinen, schnell umsetzbaren Maßnahmen kann häufig viel Energie und Geld gespart werden. So ist zum Beispiel nur etwa jede zehnte Heizung hydraulisch abgeglichen, das heißt, perfekt auf den tatsächlichen Heizbedarf abgestimmt. Mit dem hydraulischen Abgleich stellt der Fachhandwerker sicher, dass alle Heizkörper mit genau der richtigen Menge an Heizwasser versorgt werden. So kann sich die Wärme gleichmäßig im Haus verteilen und bis zu 10 Prozent Energie eingespart werden.

Ebenfalls weit verbreitet sind veraltete Heizungspumpen, die konstant mit überhöhter Leistung arbeiten und dadurch nicht selten ein Zehntel des Stromverbrauchs eines Haushalts ausmachen. Die Lösung sind moderne Hocheffizienzpumpen: Sie passen ihre Leistung dem tatsächlichen Bedarf an und sparen dadurch bis zu 80 Prozent Energie ein.

Die Optimierung der Heizung bezuschusst der Staat mit 30 Prozent auf die Nettokosten – vorausgesetzt die Anlage ist seit mehr als zwei Jahren installiert. Zu den geförderten Investitionen zählt auch die Anschaffung und der professionelle Einbau von smarter Technologie in Form von separater Mess-, Regelungs- und Steuerungstechnik sowie Benutzerinterfaces.

Auf verschiedene Energieträger setzen – Hybridheizsysteme

Eine andere Variante, um Ener-gie und Kosten zu sparen, sind hybride Heizsysteme. Verschiedene Wärmeerzeuger speisen Energie in einen Pufferspeicher ein, der je nach Bedarf Wärme zur Verfügung stellt. In einer solchen Anlage wird ein Öl- oder Gas-Brennwertkessel mit einem oder mehreren regenerativen Heizsystemen – wie Solarthermie, Pelletkessel oder Wärmepumpen – kombiniert. Die Vorteile: Die Wärme kann zeitversetzt genutzt werden und die Einsparpotenziale sind beträchtlich. Die Kombination aus modernem Brennwertkessel und Solarthermieanlage kann beispielsweise bis zu 40 Prozent an Gas oder Öl einsparen. Hilfe bei der Suche nach einer passenden Unterstützung bietet die Fördermitteldatenbank auf www.intelligent-heizen.info.

Weiterführende Information erhalten Interessierte auch auf der ISH in Frankfurt, der „Weltleitmesse Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik und Erneuerbare Energien“, die vom 14.-18. März auf dem Messegelände stattfindet.

www.intelligent-heizen.info