Öffentliche und private Start-up-Förderung kombinieren

September 2019 | Wirtschaftswoche | Unternehmertum

Öffentliche und private Start-up-Förderung kombinieren

Beitrag der Braunschweig Zukunft GmbH

Gerold Leppa, Wirtschaftsdezernent, Stadt Braunschweig & Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH
Braunschweig Zukunft GmbH / Unternehmensbeitrag

Herr Leppa, was braucht eine Stadt, um erfolgreicher Start-up-Standort zu sein?
Entscheidend sind ein innovationsfreundliches Klima und die zugehörige Infrastruktur, also ein funktionierendes Gründerökosystem. In Braunschweig haben wir mit rund 30 Forschungseinrichtungen die ideale Grundlage. Um Ausgründungen zu fördern, arbeitet die Stadt insbesondere mit der TU Braunschweig eng zusammen. Deren Technologietransferstelle hat ihren Sitz am städtischen Technologiepark, in dem Start-ups Büroräume zu günstigen Mietpreisen finden. Es braucht aber auch außerhalb der institutionellen Orte Treffpunkte, an denen sich Tüftler, Forscher, IT-Fachleute und andere kreative Köpfe ausleben können, um gemeinsam innovative Ideen zu entwickeln. Diese „Gründerorte“ – vom Digital Hub bis zum Makerspace – spannen sich wie ein Netz über Braunschweig.
 

Welche konkrete Unterstützung finden Start-ups in Braunschweig?
Wir betrachten die Phasen vor, während und nach der Gründung als eine Art Wertschöpfungskette. An ihr entlang haben wir skizziert, wie Start-ups in allen Phasen passgenaue Unterstützung finden. Das Gründungsnetzwerk Braunschweig bildet mit seinen mehr als 20 Partnern die Basis für gute Beratung. Mit dem vom Land Niedersachsen geförderten Start-up-Zentrum Mobilität und Innovation (MO.IN) hat die städtische Wirtschaftsförderung Braunschweig Zukunft GmbH zudem ein Betreuungsprogramm für die frühe Gründungsphase geschaffen. Ergänzt haben wir das Angebot um den Accelerator für Wachstum und Innovation (W.IN), der die Wachstumsphase abdeckt. Hier setzen wir auf Unternehmen aus der Region, die als Mentoren ihre Erfahrung an die Start-ups weitergeben.

 

Engagieren sich private Akteure auch darüber hinaus in der Gründerszene?
Das private Engagement wächst in Braunschweig erfreulicherweise seit Jahren. Neben den informellen Gründerorten gibt es privat initiierte Programme wie den Accelerator von borek.digital oder Gemeinschaften wie den Bunker. Diese Diversität in den Angeboten ist wichtig, um die verschiedensten Typen von Gründerinnen und Gründern abzuholen.

 

www.gruenden-in-braunschweig.de