Wenn morgens zwei vollelektrische Lkw die rund 90 Kilometer von Verden in Niedersachsen ins Nordrhein-Westfälische Minden zurücklegen, ist das mehr als nur ein Transport von Futtermittel für Haustiere. Es ist ein sichtbares Symbol für den Wandel bei Mars, Inc. Das amerikanische Familienunternehmen, bekannt für Marken wie M&M'S, Extra, Ben's Original oder Sheba, versteht Nachhaltigkeit als geschäftskritischen Faktor und klaren Business Case. Bei Mars ist Nachhaltigkeit kein separates Thema, sondern in die übergeordneten Unternehmens- und Finanzziele integriert.
Im Zentrum der Unternehmensstrategie steht der „Sustainable in a Generation Plan“, der weltweit Maßnahmen bündelt, mit denen Mars bis 2050 Netto-Null Emissionen erreichen will*. Die langfristige variable Vergütung der Führungskräfte ist unter anderem direkt mit Fortschritten bei Klimazielen ver-
knüpft: Rund 2.000 Manager*innen haben Nachhaltigkeitskriterien in ihren Bonusplänen. Seit 2015 konnten die CO2-Emissionen weltweit um 16,4 Prozent gesenkt werden, während der Umsatz um 69 Prozent gestiegen ist – ein Beleg für die Entkopplung von Wachstum und Emissionen.
Wie ambitioniert der Plan ist, zeigen Projekte in Deutschland. Zusammen mit europäischen Logistikpartnern bringt Mars bis 2030 europaweit 300 E-Lkw auf die Straße. Allein die Route zwischen Verden und Minden spart jährlich 400 Tonnen CO2. Für diese Transformation erhielt Mars Deutschland den zweiten „Lean & Green Star“ – ein Branchenpreis, der eine Reduktion von mehr als 30 Prozent der logistikbezogenen Emissionen seit 2015 dokumentiert.
Auch in der Landwirtschaft setzt Mars an. Milch ist ein zentraler Rohstoff für Schokolade, zugleich ein Treiber von Methan-
emissionen. Mit der DMK Group betreibt Mars drei Pilotbetriebe, die zu wissenschaftlichen „Netto-Null-Milchviehbetrieben“ werden sollen.
„Mars leistet in Deutschland mit konkreten Projekten einen wichtigen Beitrag zu den globalen Zielen“, sagt Carsten Simon, Geschäftsführer Mars Wrigley DACH. „Pilotinitiativen, Investitionen in nachhaltige Logistik und starke Partnerschaften helfen, Emissionen zu senken und die Resilienz unserer Lieferkette zu stärken.“
Parallel investiert Mars in der EU: Neben den 1,5 Milliarden Euro, die in den letzten fünf Jahren in die europäische Produktion investiert wurden, sollen bis Ende 2026 weitere rund eine Milliarde Euro in den Ausbau der Produktionskapazitäten, Innovationen und nachhaltige Technologien fließen.
So zeigt sich: Nachhaltigkeit ist bei Mars nicht nur Teil der Unternehmens-DNA, sondern strategischer Wachstumstreiber – sichtbar auf den Straßen, in den Ställen, entlang der Lieferkette und damit letztlich auch im Verkaufsregal.
* Mars, Inc. hat sich zum Ziel gesetzt, seine Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Basisjahr 2015 bis 2030 um 50 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent zu reduzieren und 2050 durch einen Ausgleich der verbleibenden Menge an Treibhausgasen durch hochwertige Emissionsgutschriften Netto-Null zu erreichen.