Vom Milchprobenergebnis zur Methanberatung

Ein Beitrag des LKV Bayern e.V.

Die Datengrundlage für die LKV-Methanermittlung ist die Untersuchung der Einzelgemelke je Kuh im Rahmen der regelmäßigen Milchleistungsprüfung.
Die Datengrundlage für die LKV-Methanermittlung ist die Untersuchung der Einzelgemelke je Kuh im Rahmen der regelmäßigen Milchleistungsprüfung.
LKV Bayern e.V. Beitrag

Im Rahmen des Erzeugungs- und Qualitätsmonitorings wird die Milchleistungsprüfung vom Fachpersonal des LKV Bayern auf teilnehmenden Betrieben elfmal im Jahr durchgeführt. Sie ist Grundlage der LKV-Milchviehberatung. Dabei werden zahlreiche für das Herdenmanagement relevante Kennzahlen ermittelt. Darunter die Fett-, Eiweiß- und Laktosegehalte, die über Mittelinfrarotspektren (MIRS) bestimmt werden.

In europäischen Forschungsprojekten wurde ein Weg entwickelt, auch den Methanausstoß der Kühe über Milch-MIRS zu berechnen. Als Wiederkäuer kann die Kuh Energie vom Grasland verwerten. Allerdings stößt sie dabei klimarelevante Gase aus. Die emittierte Methanmenge ist von der aufgenommenen Futtermenge und der Futterzusammensetzung abhängig. Je höher die Futtereffizienz (Verhältnis Milchleistung zu Futteraufnahme) umso geringer ist der relative Methananfall. Eine optimierte Fütterung und Tierbetreuung reduzieren den Methanausstoß, vermindern die Klimawirkung, unterstützen das Tierwohl und verbessern die Wirtschaftlichkeit der Milcherzeugung.

In einem bayernweiten Testlauf bewerten derzeit LKV-Fütterungsberater die Methan-Ergebnisse ihrer Betriebe. Die Beraterin Jeanette Stockbauer bestätigt das Interesse der Landwirte. Durch die Einbindung der betrieblichen Methanauswertung in die LKV-Fütterungsberatung können mögliche Ursachen für einen erhöhten Methanausstoß direkt aufgedeckt und Lösungsansätze besprochen werden.

Die Beraterin ist überzeugt, dass der Blick auf die Methanemissio-nen ein Einstieg in die Optimierung des gesamten Produktionsverfahrens ist. Tierwohl, Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und Gemeinwohl profitieren gleichermaßen. Die LKV-Tierhalter können damit ihre Bemühungen zum Schutz von Umwelt und Tierwohl ohne Zusatzaufwand darstellen und dokumentieren.

www.lkv.bayern.de
 

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