Reduzierung von Emissionen in der Tierhaltung!

Ein neuartiges Aufbereitungshilfsmittel liefert eine Lösung zur Einsparung großer Mengen des Methanausstoßes.

Martin Eberl Vice President Agriculture, Alzchem Trostberg GmbH
Martin Eberl Vice President Agriculture, Alzchem Trostberg GmbH
Alzchem Group AG Beitrag

Klimaschutzaspekte, die Verminderung ungewollter Umweltwirkungen und ein geringerer ökologischer Fußabdruck spielen auch in der Nutztierhaltung eine immer wichtigere Rolle. Doch die bestehenden Lösungsansätze sind mit großem finanziellem Aufwand verbunden, den eine ohnehin unter Kostendruck stehende Branche nur schwer stemmen kann. Wie sich die Emissionen klimaschädlicher Gase wie Methan, CO2 und Lachgas in der Güllelagerung erfolgreich und mit überschaubarem Aufwand vermindern lassen, zeigt das bayerische Unternehmen Alzchem Trostberg GmbH mit innovativen, neuen Lösungen.

Ein beträchtlicher Teil dieser klimaschädlichen Emissionen, vor allem von Methan, stammen aus der Wirtschaftsdüngerlagerung. Bis zu 99 Prozent dieser CO2-Äquivalente können während der Lagerung vermieden werden, und die Methanemissionen kommen innerhalb weniger Minuten nach Zugabe des Additivs Eminex zu erliegen. Dies zeigen die beeindruckenden Ergebnisse der jüngsten Forschungen der Universität Bonn. Die Studie reiht sich ein in eine breite Basis von wissenschaftlichen Untersuchungen, welche auch international großes Interesse an dem Produkt entstehen lassen. Für die Landwirte ist der Einsatz von Eminex eine schnelle und einfach umsetzbare Maßnahme. Ohne nennenswerte Investitionen kann in nahezu alle Güllelagersysteme Eminex eingebracht und somit  aktiver Klimaschutz betrieben werden. Da sich das Stallklima durch die geringeren Emissionen verbessert, soll geprüft werden, ob sich die Praxiserfahrungen zu positiven Effekten auf das Tierwohl und die Tiergesundheit wissenschaftlich bestätigen lassen.

Auch der Einsatz von Eminex ist mit Kosten für den Betrieb verbunden. Es stellt sich daher die Frage, ob ausschließlich die Landwirte für die Klimaschutzmaßnahmen bezahlen sollen oder ob aktiver Klimaschutz durch geeignete Fördermaßnahmen hono-riert werden kann und muss. Mittel- und langfristig ist es eindeutig im Interesse der Gesellschaft, die Milch- und Fleischproduktion nachhaltiger zu gestalten und die notwendige Reduzierung des CO2-Fußabdrucks zu erzielen.   

Ein spannender Ansatz kann hier auch in privatwirtschaftlichen Klimapatenschaften liegen. Firmen, Institutionen oder Privatpersonen können Klimapaten werden und damit ihren eigenen CO2 Fußabdruck senken. Über neutrale Zertifizierungsplattformen würde dann sichergestellt, dass Landwirte, die Eminex einsetzen und somit regional freiwilligen Klimaschutz betreiben, entsprechend belohnt werden.

Einige innovative Pilot-Betriebe haben in den letzten beiden Jahren den Einsatz von Eminex getestet und dadurch einen substanziellen Beitrag zum Klimaschutz geleistet. So wurden in der Phase der Markteinführung schätzungsweise bereits 35.000 bis 45.000 Tonnen CO2-Äqivalente mit Eminex eingespart.

Aber nicht nur deutsche Landwirte setzen auf eine klimafreundliche Güllelagerung mit Eminex, auch einige Landwirte aus Österreich, Niederlande und Belgien machen bereits mit. Anfragen aus Australien, Neuseeland oder den USA zeigen, dass die Vermeidung von Emissionen in der Landwirtschaft und Tierhaltung kein rein europäisches Bestreben, sondern ein globales Thema ist.  

www.eminex.de
 

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