Sehen heißt lernen – Perspektiven für morgen

Mit Früherkennung und lokalen Netzwerken schaffen wir dort Zugang zu Augengesundheit, wo Fachkräfte fehlen – und geben Kindern die Chance, ihr Potenzial zu entfalten.

Im Jahr 2024 haben wir mehr als 300.000 Augenuntersuchungen an Schulen durchgeführt. © A. Katende, Light for the World
Im Jahr 2024 haben wir mehr als 300.000 Augenuntersuchungen an Schulen durchgeführt. © A. Katende, Light for the World
LIGHT FOR THE WORLD Beitrag

Kinder entdecken die Welt mit den Augen: neugierig, staunend und voller Tatendrang. Rund 80 % aller Informationen nehmen sie visuell auf, weshalb in vielen Ländern Vorsorgeuntersuchungen der Augen von klein auf selbstverständlich sind. Früh erkannte Sehfehler lassen sich gut behandeln; bleiben sie unbemerkt, führen sie oft zu Lernschwierigkeiten, Konzentrationsproblemen und langfristigen Einschränkungen.

Doch was passiert dort, wo solche Untersuchungen kaum möglich sind und Brillen unerschwinglich bleiben? Was tun, wenn es so gut wie keine Augenärzt*innen gibt – und die wenigen Fachkräfte weit entfernt in großen Städten praktizieren? Genau hier setzt die Fachorganisation LIGHT FOR THE WORLD an – mit Lösungen, die direkt bei den Kindern ankommen.
 

CLEOPATRAS WEG ZUR BRILLE


Ein Beispiel ist Cleopatra aus Hoima in Uganda. Schüchtern, aber neugierig, steht sie im Sehkorridor ihrer Schule, die neue Brille fest auf der Nase. „Ich bin so glücklich über diese Brille“, sagt sie. Rund 1.500 Kinder aus umliegenden Dörfern lernen dort, betreut von nur 21 Lehrkräften. Viele Familien können sich grundlegende Gesundheitsleistungen nicht leisten. „Die wohlhabenderen Familien schicken ihre Kinder auf Privatschulen. Deshalb sind unsere Klassen so voll“, erklärt Direktor Fred Musinguzi.

Cleopatras Sehschwäche blieb lange unentdeckt. Ein erster Test zeigte keine Auffälligkeiten, doch sie litt unter tränenden Augen und Kopfschmerzen. Ihr Lehrer meldete sie für eine vertiefte Untersuchung an. Eine augenmedizinische Fachkrankenpflegerin stellte schließlich fest, dass sie weitsichtig ist – ein Sehfehler, der bei Kindern leicht übersehen wird. Nur eine Woche später erhielt Cleopatra ihre maßgefertigte Brille von einem lokalen Optiker, der mit LIGHT FOR THE WORLD zusammenarbeitet. Ein kleiner Gegenstand, der alles verändert.
 

GEMEINSAM STARK FÜR KINDERAUGEN


Unser Programm „1,2,3 … I can see“ verfolgt ein klares Ziel: Kindern in Uganda, Mosambik, Äthiopien und Burkina Faso dauerhaft Zugang zu augenmedizinischer Versorgung zu ermöglichen. Und das funktioniert nur, wenn alle Ebenen gestärkt werden. Dafür bauen wir gemeinsam mit lokalen Partnern Infrastruktur auf, statten Gesundheitsstationen und Kliniken mit Geräten und Medikamenten aus und schulen medizinisches Personal. Pflegekräfte, Allgemeinärzt:innen und Hebammen lernen, frühe Anzeichen von Sehproblemen zu erkennen, lokale Optiker:innen sind eingebunden – damit Kinder nicht nur untersucht, sondern wirklich versorgt werden.

Herzstück sind Sehtests an Schulen. Lehrkräfte werden geschult, Auffälligkeiten und Augenerkrankungen zu erkennen, bei Bedarf überweisen sie die Kinder an die nächstgelegene Klinik. Die Kosten für die Anreise übernimmt LIGHT FOR THE WORLD. So entsteht ein funktionierendes Netzwerk – auch dort, wo Augenärzt*innen rar sind.

Für Kinder wie Cleopatra bedeutet das eine klare, helle Zukunft. Bessere Bildung. Bessere Chancen. Und endlich die Möglichkeit, die Welt mit eigenen Augen zu sehen.

light-for-the-world.de

 

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