Home, smart Home …

Morgens weckt uns sanft heller werdendes Licht im Schlafzimmer, die Heizung im Bad hat bereits Kuscheltemperatur. Zehn Minuten später springt in der Küche die Kaffeemaschine an. Smart Home Tools nehmen uns zu Hause Arbeit ab – und helfen sparen.

Illustration: Gemma Portella
Illustration: Gemma Portella
Silke Amthor Redaktion

Was noch vor rund 15 Jahren wie eine Szene aus einem SciFi-Film wirkte, ist heute in fast jedem zweiten Zuhause in Deutschland schon Realität. Laut Digitalverband Bitkom nutzten im Jahr 2024 bereits 46 Prozent aller Menschen Smart-Home-Technologien, 2018 waren es erst 26 Prozent. Besonders beliebt: Smarte Lampen, gefolgt von intelligenten Heizkörperthermostaten, KI-gesteuerten Steckdosen, cleveren Rolläden sowie smarter Videoüberwachung. In jedem vierten Haushalt putzt bereits ein Staubsauger-Roboter, 18 Prozent lassen ihr Grün durch einen Robo-Gärtner trimmen. Und mehr als ein Viertel gibt den fleißigen Helfern sogar Namen.
 

WENN DIE HEIZUNG MIT DEM ROLLADEN SPRICHT…


Smart Home bedeutet nicht nur Komfort auf Knopfdruck, sondern kann das Zuhause effizienter, sicherer und damit nachhaltiger machen. Und dabei helfen, Kosten und Energie zu sparen. Zwei Drittel unseres privaten Energieverbrauchs gehen für Heizkosten drauf. Laut Fraunhofer Institut für Bauphysik lassen sich allein mit einer intelligenten Heizungsregelung bis zu 18 Prozent an Kosten einsparen, mit Funktionskombinationen (Einzelraumregelung mit Rolladeneinbindung und Abschalten beim Lüften) sogar über 30 Prozent.

Doch wie funktioniert eigentlich ein Smart Home? Lampen, Heizung, Rolläden, Steckdosen, Lautsprecher, Kameras und Elektrogeräte sprechen dabei über Kabel oder Funksignale (Thread/ Zigbee/WLAN) miteinander. Damit Geräte unterschiedlicher Hersteller sich überhaupt verstehen, braucht es einen Übersetzer: Der Sprachstandard Matter holt sie alle an einen Tisch. Das Gehirn des ganzen Systems nennt sich Hub und ist quasi der Moderator der technischen Wohngemeinschaft. Ein Hub ist dann sinnvoll, wenn man eine Vielzahl von Geräten unterschiedlicher Hersteller mit verschiedenen Funkstandards über ein einziges Gerät oder eine einzige App steuern möchte. Bekannt, relativ kostengünstig und benutzerfreundlich sind Smart Home Hubs wie Amazon Echo, Google Home oder Apple Home, teurer und technisch anspruchsvoller sind Homey oder Home Assistent. Gesteuert wird meist über das Smartphone oder per Befehl an Sprachassistenten wie Alexa oder Siri.
 

SO GELINGT DER EINSTIEG INS SMART HOME


Klingt teuer und kompliziert? Fakt ist: Smart-Home-Systeme sind heute sehr benutzerfreundlich und in der Basis-Variante auch relativ günstig. Eine Grundausstattung beginnt bei den größten Energiefressern: Heizung, Beleuchtung und Standby-Geräte. Dabei helfen smarte Heizkörperthermostate (ab 30 Euro), intelligente Steckdosen mit Verbrauchsmessung (ab 10 Euro) sowie LED-Lampen mit Bewegungsmeldern ab (10 Euro). Die nächste Stufe sind Heizkörperthermostate in allen Räumen sowie Fenster- und Türsensoren, die mit der Heizungssteuerung gekoppelt sind (Fenster auf oder Abwesenheit = Heizung drosseln). Und wer wirklich alles automatisieren will – Heizung, Beschattung, Beleuchtung, Türschlösser, Überwachung – landet schnell im fünfstelligen Bereich. Den Müll allerdings muss man (noch) alleine rausbringen. 
 

NEUES FÜRS SMARTE ZUHAUSE

· Saugroboter der neuesten Generation wie Dreame Xyber X oder der Eufy Marswalker können durch Kettenantrieb selbstständig Treppen bewältigen, andere wie der Roborock Saros Z70 haben zusätzlich einen Greifarm, mit dem sie Kinderspielzeug oder andere heruntergefallene Gegenstände beim Putzen zur Seite räumen können.
· Mit KI-gesteuerter Infrarot-Nachtsichtkamera samt Gesichtserkennung ist die erste automatische Katzentoilette Petkit Purobot Ultra ausgestattet. Sie reinigt das Katzenklo nicht nur automatisch, sondern soll anhand von Häufigkeit, Farbe und Größe der Hinterlassenschaften auch vor möglichen Erkrankungen von Luna, Felix & Co. warnen.

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