Neuartige Platten für Elektrolyseure – Unser Beitrag zur Energiewende

Wie Kunststoff und Stahlpulver intelligent kombiniert werden können.
Bipolarplatte aus Titan-Komposit-Material
Bipolarplatte aus Titan-Komposit-Material
Eisenhuth GmbH Beitrag

Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung. Dabei kommt der Herstellung von Wasserstoff eine ganz entscheidende Bedeutung zu. Hier gilt es, besonders preisgünstige Herstellverfahren zusammen mit neuen Materialien zu kombinieren.

Eisenhuth als führender Hersteller von Bipolarplatten für Brennstoffzellen nutzt sein Know-how nun für Elektrolyseure-Platten im Spritzguss – und leistet damit an dieser Stelle einen Beitrag für die Energiewende.

Die Ideenschmiede aus dem Südharz will bis 2025 Bipolarplatten weltweit an Elektrolyse-Systemhersteller liefern. Bereits 2016 wurden im Hause die Elektrolyse-Aktivitäten gestartet: Es wurden viele neue Materialien entwickelt und getestet. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: Mit neuartigen Material-Rezepten können nunmehr Bipolarplatten aus Titanpulver oder Nickelpulver kostengünstig hergestellt werden.

Dichtung für eine Wasserstoff-Anwendung
Dichtung für eine Wasserstoff-Anwendung

Die Anwendung der Titan-Komposit-Platten erfolgt in PEM-Elektrolyseuren, die Verwendung der Nickelplatten in AEM- oder alkalischen Elektrolyseuren. Diese beiden Elektrolyseur-Typen sind derzeit diejenigen, die am stärksten im Markt vertreten sind. Und hier ist der Handlunsgbedarf groß, die Herstellkosten zu reduzieren.

Was ist Eisenhuths Beitrag dabei? – Die neuen Materialkombinationen. So werden aktuell Pulver mit preiswerten Kunststoffen auf Basis ausgeklügelter hauseigener Rezepturen gemischt. Die Herstellung der Kunststoff-Metall-Platten kann dann besonders effizient sein: Mittels Spritzgussmaschinen, die weltweit verfügbar sind, können Titanplatten oder Nickelplatten im Spritzgussverfahren hergestellt werden.

Die neuen Kompositplatten sind damit sehr kostengünstig, denn sowohl materialseitig wird weniger Titan und Nickel eingesetzt – und prozessseitig kommt eine hocheffiziente Technologie zum Einsatz:  Spritzguss. Spritzguss wird heute in der gesamten Industrie eingesetzt. Dieses kostengünstige Verfahren reduziert somit die Kosten der Elektrolyse-Bipolarplatten deutlich.

Die bei der Produktion verwendete Energie wird mit Hilfe von erneuerbaren Quellen – der hauseigenen Solaranlage – produziert: neue Kompositplatten und energieeffiziente Produktion – Eisenhuths Beitrag zur Energiewende.


CLEVER KOMBINIERT ZU NEUEN ANWENDUNGEN
Kunststoffe sind leicht, einfach zu verarbeiten und haben eine hohe chemische Beständigkeit. Metalle sind robust und belastbar, zudem verfügen sie über eine variable thermische und elektrische Leitfähigkeit. Nickel und Titan zum Beispiel können ebenfalls Strom leiten. Vereint man diese Werkstoffe sowie weitere Füllstoffe auf geschickte Weise, entsteht ein neuartiges Kompositmaterial, das all diese Eigenschaften in sich vereint. Für solche Polymerkomposite eröffnen sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten, etwa als Schutzmäntel für Kabel oder als Gehäuse für Elektronikbauteile – und natürlich auch für die Elektrolyse.

www.eisenhuth.de

 

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