Tipps für die Abwehr von Cyber-Gefahren im Betrieb

Schwachstellen erkennen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schulen und für den Ernstfall vorsorgen – Vorbereitung auf Cybercrime wird zum Muss für Unternehmen.
Prävention vermindert das Risiko von Cyber-Angriffen. Foto: Adobe Stock/Gorodenkoff
Prävention vermindert das Risiko von Cyber-Angriffen. Foto: Adobe Stock/Gorodenkoff
Württembergische Beitrag

Das Risiko, einer Cyber-Attacke zum Opfer zu fallen, besteht immer und überall: für jede Branche, jede Unternehmensgröße und jede Region. So konnten wegen eines Hackerangriffs auf Treibstofflieferanten in Norddeutschland keine Tankwagen befüllt werden, und in einem anderen Fall störten Kriminelle die IT-Systeme eines Familienunternehmens massiv und forderten Lösegeld.

Da mittelständische Betriebe häufig schlechter vor Cyber-Risiken geschützt sind als Großunternehmen, sind sie attraktive Ziele, zumal sie oft über Spezialwissen verfügen. Angreiferinnen und Angreifer können vertrauliche Firmen- und Kundendaten stehlen, das Unternehmen erpressen oder den Betriebsablauf lahmlegen. In Gefahr sind etwa Kreditkarten- und Abrechnungsdaten, Konstruktionspläne und Patentanmeldungen – schlicht alles, was über IT-Systeme verwaltet wird. Neben Ertragsausfällen und Datenrettungskosten droht der Verlust von Reputation und Kundenvertrauen.

 


Firmen sorgen sich um Cyberrisiken

 

Die Württembergische Versicherung AG hat im letzten Jahr 200 Führungskräfte zu Cyber-Risiken befragt. Ein Ergebnis: 70 Prozent des deutschen Mittelstands fürchten, demnächst Opfer eines Hackerangriffs zu werden, und 55 Prozent waren bereits Opfer einer Cyber-Attacke. Dabei ist laut der Befragung die häufigste Form von Cybercrime der Zugang per E-Mail: 40 Prozent der interviewten mittelständischen Unternehmen wurden so attackiert. Bei 37 Prozent war die WLAN-Verbindung das Einfallstor. Auch das Ausspähen sensibler Daten (Phishing) kommt häufig vor.

 


Im Homeoffice gilt, besondere Vorsicht walten zu lassen

 

Eine weitere Form von Cybercrime ist etwa, Angestellte zu verleiten, schädliche Links und Anhänge anzuklicken. Oder es werden Zahlungsaufträge der Geschäftsleitung vorgegaukelt. So haben Cyber-Kriminelle mit ausgefeilten Methoden bereits Angestellte zur Überweisung von Millionenbeträgen gebracht. Eine Sensibilisierung der Belegschaft reduziert dieses Kernrisiko erheblich.

Homeoffice-Lösungen haben in der Coronakrise an Bedeutung gewonnen und werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch länger begleiten. In der Pandemie schnell eingerichtete Heimarbeitsplätze bieten allerdings attraktive Einfallstore für Kriminelle. Dagegen helfen die Verschlüsselung unsicherer WLAN-Verbindungen, die Notwendigkeit für Antiviren-Updates sowie Strategien zur Erkennung gefälschter E-Mails.

 


Erfolgsrezept: Prävention und Absicherung für den Ernstfall
 

 

Als Partner des Mittelstands empfiehlt die Württembergische doppelten Schutz: Firmen sollten das Risiko eines erfolgreichen Angriffs über Prävention senken und sich gleichzeitig gegen finanzielle Folgen absichern.

Vorbeugend gilt, Schwachstellen in der eigenen IT zu identifizieren und diese durch technische Maßnahmen und interne Schulungen abzudichten. Doch selbst die neueste Technik und die beste Schulung können nicht alle Risiken auslöschen.

Im Ernstfall kommt es daher auf schnelles Handeln an, um den Schaden zu begrenzen. Dabei helfen regelmäßige Daten-Backups und eine Cyber-Versicherung. Die Württembergische verbindet beide Ansätze: Die Cyber-Police schließt neben Schadensbehebung, Rekonstruktion der Daten, Übernahme des Ertragsausfalls und Krisenkommunikation auch Präventionstrainings mit ein. Im Krisenfall steht zudem eine Hotline zur Verfügung, die Forensikerinnen und Forensiker für Ursachenforschung vermittelt.


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