Krypto-Trends

Digitale Währungen sind hochriskante Geldanlagen.
Ein Blick auf die aktuellen Trends.

Illustratorin: Sophia Hummler
Illustratorin: Sophia Hummler
Caroline Dougoud Redaktion

Wer Krypto-Trends früh erkennt, kann von Kurssprüngen in enormer Höhe profitieren. Dies haben vergangene Trendwellen rund um so genannte „Meme Tokens“, etwa Dogecoin, gezeigt. Meme Tokens sind Kryptowährungen, die lediglich durch Memes auf Social Media beworben werden, deren Tokens aber keinen eigentlichen Nutzen haben.

Was aber sind die neuesten Trends der Krypto-Welt für 2023? Drei Richtungen sehen aktuell vielversprechend aus.

Der erste Trend: Kryptowährungen, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) zusammenarbeiten. Diese digitalen Währungen haben insbesondere seit der Publikation von ChatGPT, eines KI-basierten Chatbots, einen drastischen Anstieg an Interesse verzeichnet. Beispiele dafür sind The Graph (GRT), Singularity Net (AGIX), Fetch.ai (FET) oder Ocean Protocol (OCEAN). Alle diese Kryptowährungen konnten sich seit Anfang 2023 mindestens im Preis verdreifachen. Hier ist insbesondere nach Partnerschaften mit großen Unternehmen Ausschau zu halten. So ist Fetch.ai beispielsweise schon lange ein Partner von Bosch.

Der nächste Trend ist noch weitgehend unbekannt: die sogenannten „chinesischen Kryptowährungen“, die nicht zwingend aus China kommen, sondern bei chinesischen Anleger:innen beliebt sind. Sie könnten schon aufgrund der großen Zahl an potenziellen Investoren in den nächsten Monaten hohe Kurssprünge verzeichnen. Beispiele dafür sind Conflux (CFX), ein Projekt, welches das chinesische Instagram namens Little Red Book unterstützt. Außerdem Phoenix (PHB) und Measurable Data Token (MDT), beides ebenfalls KI-Projekte, und Alchemy Pay (ACH), das die Nutzung der hauseigenen Währung der Krypto-Börse Binance, die Binance Coins (BNB), für Zahlungen bei Online-Shops ermöglicht. Vorteil all dieser Kryptowährungen ist, dass sie über eine Marktkapitalisierung von unter einer Milliarde Dollar und damit theoretisch über großes Wachstumspotenzial verfügen. Dies birgt aber natürlich auch gleichzeitig ein erhöhtes Risiko, bei einer Investition ist also Vorsicht geboten.

Beim dritten Kryptowährungs-Trend, der gerade aufkommt, handelt es sich um Tokens von NFT-Plattformen. NFTs, die digitalen Zertifikate, sind spätestens seit Käufen durch Prominente wie Justin Bieber und Snoop Dogg in aller Munde. In den letzten Monaten sind zahlreiche neue Marktplätze entstanden, welche ihre Tokens aus Werbezwecken gratis per Airdrop an frühe Nutzer verteilt haben. Das letzte Beispiel war Blur, welches die BLUR-Tokens am 14. Februar 2023 verteilt hat. Dieser Trend ist besonders interessant, weil sogenannte Wale, also Großinvestoren, diese Kryptowährungen akkumulieren. Weitere Beispiele sind X2Y2 (X2Y2), Looksrare (RARE) und Sudoswap (SUDO).

Abschließend bleibt anzumerken, dass neue Trends in der Krypto- und Web3-Welt immer ein hohes Risiko mit sich bringen. Denn neben guten Projekten, die sich langfristig durchsetzen werden, gibt es oft auch schwarze Schafe, bei denen das investierte Kapital verloren gehen kann.

Erster Artikel
Wirtschaft
November 2023
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Redaktion

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