Kunststoffe – Ungeliebt? Unverzichtbar!

Ein Beitrag von PLASTICS EUROPE DEUTSCHLAND

Dr. Christine Bunte, Hauptgeschäftsführerin von Plastics Europe Deutschland, dem Verband der Kunststofferzeuger © The Tailors Photography
Dr. Christine Bunte, Hauptgeschäftsführerin von Plastics Europe Deutschland, dem Verband der Kunststofferzeuger © The Tailors Photography
PLASTICS EUROPE DEUTSCHLAND Beitrag

Deutschlands Klimapläne hängen vom Erhalt der Kunststoffindustrie ab: Kunststoffe stecken in Windrädern, Wärmedämmung und Elektroautos – und sind damit unverzichtbar für Alltag und Klimaziele. Noch kommen viele Materialien aus hiesiger Produktion – dank dem Know-how der sehr gut ausgebildeten Fachkräfte, dem eng verzahnten Industrienetzwerk und der starken wissenschaftlichen Basis. 

Doch deutsche Kunststoffhersteller und -recycler stehen am Wendepunkt: Hohe Energiepreise, Bürokratie und eine schärfere internationale Konkurrenz bedrohen nicht nur unseren Wohlstand, sondern auch die Rohstoffe für eine klimaneutrale Kreislaufwirtschaft. Werke schließen, Jobs gehen verloren, billige Importe – vor allem aus Asien – drängen auf den Markt.
 

INNOVATION ENTSTEHT DORT, WO SIE SICH RECHNET


Recyclinganlagen und zirkuläre Geschäftsmodelle entstehen nur, wenn Nachfrage und Investitionssicherheit gegeben sind. Dafür braucht es eine Industriepolitik, die erneuerbare Energie bezahlbar macht, Genehmigungsverfahren drastisch beschleunigt und die administrative Belastung für Unternehmen reduziert. Gleichzeitig ist der Gesetzgeber gefragt, um Geschäftsmodelle für nachhaltige Produkte und Recycling zu unterstützen: durch technologieoffene Ziele, ambitionierte, aber machbare Rezyklateinsatzquoten, eine grüne öffentliche Beschaffung sowie schnelle Zulassungen für innovative Prozesse und Produkte.

Gelingt das, bleibt Deutschland Motor der Kreislaufwirtschaft – statt später teure Technologien aus dem Ausland zu importieren. 

plasticseurope.org

 

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