Digitaler Einkauf als Booster für den Mittelstand

Warum E-Procurement gerade in Krisenzeiten Chancen bietet

Dirk Böhmer, Head of Competence Center
Dirk Böhmer, Head of Competence Center
proactis Redaktion

Herr Böhmer, Sie waren lange in führenden Positionen im Einkauf tätig und haben viele Unternehmen beraten. Wie bewerten Sie die derzeitige Situation?
In diesem Jahr wurde uns brutal aufgezeigt, wie sehr ein funktionierendes System aus den Angeln gehoben werden kann. Aber ohnehin „brennt“ es im Einkauf seit Jahren überall. Die digitale Transformation benötigt dringend Ressourcen. Insbesondere im Mittelstand soll der Wandel aber oft parallel zum Alltagsgeschäft bewältigt werden. Dies können die meisten Einkaufsabteilungen und Mitarbeiter nicht leisten. Zudem verlangt die Geschäftsführung immer mehr Einsicht in die Prozesse. 2022 sind dann viele Faktoren voll durchgeschlagen: Fachkräftemangel, Inflation und explodierende Kosten, dazu Corona. Und: Wir mussten schmerzlich lernen, wie fragil die Lieferketten sind.
 
Wie kann Proactis den Mittelstand konkret unterstützen?  
Wir bieten im Rahmen von Proactis Rego direkten Zugriff auf ein Netzwerk von über zwei Millionen Lieferanten. In Zeiten, in denen die Ein-Lieferanten-Strategie nicht mehr funktioniert und es Verlässlichkeit und Transparenz braucht, ist dies ein kraftvolles Werkzeug. Mit dem endlich auch der Mittelstand eine Vielzahl von Anbietern auf einen Blick miteinander vergleichen kann. So bestellen Einkäufer immer beim für sie optimalen Lieferanten und gewinnen Planungssicherheit.

Und wenn Kosten sparen die oberste Maxime ist?
Natürlich ist eine Lösung wie Proactis Rego eine Investition. Aber insbesondere, wenn die Kosten im Fokus stehen, ist eine Softwarelösung mit angeschlossenem Lieferantennetzwerk unverzichtbar. Weil die Einkaufskonditionen attraktiv sind – und Unternehmen quasi direkt davon profitieren. Bei Proactis gehen wir von maximal 12 Wochen für die Implementierung aus. Zudem dauert es in der Regel nur eine halbe Stunde, bis User mit Proactis Rego arbeiten. Das heißt: Ab diesem Zeitpunkt bestellen Bedarfsträger zu vorverhandelten Konditionen und innerhalb standardisierter Abläufe. Dies bewirkt massive Effizienzsteigerungen in sämtlichen Prozessschritten.

Aber steht und fällt die Effizienz nicht mit dem Personal?
Absolut, wobei moderne Einkaufssoftware auch hier gezielt ansetzt. Die Aufgaben des Einkaufs sind durch die aktuellen Herausforderungen strategisch hochkomplex geworden. Umso mehr braucht es Erleichterung im Tagesgeschäft. Durch Automatisierung und Features wie die 2-Klick-Bestellung von Proactis Rego wird die Abteilung nachhaltig entlastet. So können sich Einkäufer auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, wie die strategische Beschaffung, das Sourcing neuer Lieferanten, Ausschreibungen (RfQs) und Lieferantengespräche. Also auf die Unternehmensziele einzahlen – und bei gleicher Personalstärke einfach effizienter arbeiten. Was wiederum die Jobzufriedenheit und Mitarbeiterbindung fördert.

Und was wäre ihr Fokus, wenn Sie aktuell Einkaufsleiter wären?
Die Digitalisierung schreitet voran – auch im Einkauf. Prozesse müssen jedoch auch „neu” gedacht werden. Naturgemäß würde ich meine Abteilung wettbewerbsfähig und zukunftssicher aufstellen, also tatsächlich auf E-Procurement setzen. Zugleich jedoch meinen Bereich nicht isoliert betrachten, sondern eine ganzheitliche Source-to-Pay Software wählen. Unter dieser Prämisse haben wir Proactis Rego entwickelt. Als End-to-End-Plattform, die unter anderem auch modulare SaaS-Lösungen für Vertragsmanagement, Zeitarbeit und weitere Bereiche bietet, sich zudem an jedes ERP anbinden lässt. Und so Unternehmen 100 % Kontrolle gibt, von der Beschaffung bis zur Bezahlung.

Kontakt

DIRK BÖHMER
Head of Competence Center

T +49 151 5539 4209
E dirk.boehmer@proactis.com  
www.proactis.com

 

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