Unterbietet jeden Grenzwert!

Dezember 2020 | Wirtschaftswoche | Der starke Mittelstand

Unterbietet jeden Grenzwert!

Der Klimawandel ist Realität. Unternehmen wie die HOF Sonderanlagenbau GmbH helfen, ihn mit innovativer Technik zu bekämpfen.

Alexander Hof – Leiter Strategie, HOF Sonderanlagenbau GmbH
HOF Sonderanlagenbau gmbh / Anzeige

In der Coronakrise geraten Geschehen in den Hintergrund, die zu anderen Zeiten die täglichen Schlagzeilen bestimmen würden. Ganz vorne auf der Liste der mittlerweile leisen Themen: der Klimawandel. Was nichts an der Bedeutsamkeit dieses Themas ändert. Vor allem lohnt sich abseits der Pandemie ein Blick darauf, wie mit innovativen Technologien der deutsche Mittelstand zum Kampf gegen den Klimawandel beiträgt. In diesem Fall die HOF Sonderanlagenbau GmbH aus
Hessen.

 

Trockenfrüchte und Impfstoffe

 

HOF ist seit Jahrzehnten Spezialist für Gefriertrocknungsanlagen und der damit verbundenen Technik. Das Prinzip der Gefriertrocknung wird seit Ende des 19. Jahrhunderts angewandt. Die Technik kommt zum Einsatz, wenn Materialien schonend Wasser entzogen wird, um sie besser lagern zu können. Beispiel Pharma: 46 Prozent aller Medikamente in der EU werden mittels Gefriertrocknung lagerfähig gemacht – auch Impfstoffe zum Beispiel. Aus der Chemie- oder der Kosmetikindustrie ist Gefriertrocknung nicht wegzudenken. Lebensmittel – wie etwa die Trockenfrüchte im Müsli – werden ebenso gefriergetrocknet wie kostbare Manuskripte. Zum Einsatz kommt die Technik selbst in der Tierpräparation.

 

Kühlmittel mit Treibhauspotential

 

Was hat die Gefriertrocknung nun mit dem Klimawandel zu tun? Gefriertrocknung macht sich die sogenannte Sublimation zunutze, das heißt den direkten Übergang eines Stoffes von seinem festen in den gasförmigen Zustand – in diesem Fall des Wassers, das aus dem Gefriergut weicht. Das erreicht man stark vereinfacht gesagt durch die extreme Kühlung des Materials und die anschließende kontrollierte Wärmezufuhr in einem Vakuum.

 

Die Kühlung ist der Knackpunkt. Um die erforderlichen Minusgrade von bis zu -80°C zu erreichen, werden Kühlmittel eingesetzt, die eine herzlich schlechte Umweltbilanz aufweisen. Es handelt sich in der Regel um Fluorkohlenwasserstoffe (FKW oder HFKW) oder auch F-Gase, die zwar gut kühlen, aber potentielle Treibhausgase sind – sie entweichen nämlich unter Umständen auch in die Atmosphäre. Das Treibhauspotential eines Kältemittels wird mit dem „Global Warming Potential“ (GWP) beschrieben.

 

Aktuell eingesetzte F-Gase haben Werte zwischen 2.000 und 4.000 GWP, ein Kilogramm entspricht also zwei bis vier Tonnen CO2. Entsprechend wird der Einsatz von F-Gasen innerhalb der EU mit Blick auf die Klimaziele sehr stark reglementiert. Seit Januar 2020 besteht zum Beispiel ein Verbot für Neubauten ortsfester Kälteanlagen, deren Kältemittel den GWP-Wert von 2.500 überschreiten. Gefragt sind also neue, innovative Kühlmittel.

 

Es liegt was in der Luft

 

Und HOF bietet die Lösung. Die Firma hat als erste eine Gefriertrocknungsmaschine vorgestellt, deren Kühlmittel einen sagenhaften GWP-Wert von Null aufweist – und noch dazu jederzeit frei verfügbar ist. Die Rede ist von Luft. Luftkühlungsanlagen sind an sich nichts Neues. Einfach gesagt machen sie sich das energetische Verhalten von Luft unter verschiedenen Drücken zunutze. Diese Anlagen sind jedoch in der Regel groß und teuer. HOF hat es nun geschafft, eine bestehende Gefriertrocknungsanlage mit einem mittlerweile serienreifen kompakten Luftkühlungssystem auszustatten, das zudem auch noch energieeffizient arbeitet. Die Anlage unterbietet nicht nur jeden GWP-Grenzwert. Sie zeigt auch, wie technische Innovation und mittelständischer Erfindergeist dem Klima helfen. Und dafür sorgen, dass der Impfstoff haltbar bleibt.

 
www.hof-sonderanlagen.com