«Die Krise wird einen digitalen Entwicklungssprung bringen»

Juni 2020 | Wirtschaftswoche | Der starke Mittelstand

«Die Krise wird einen digitalen Entwicklungssprung bringen»

Räumliche Distanzen überbrücken oder auf Geräte, Maschinen und Anlagen aus der Ferne zugreifen – die Lösungen von TeamViewer sind nicht nur in Krisenzeiten wertvoll.

Oliver Steil CEO TeamViewer AG
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Herr Steil, Corona hat gezeigt: Der Digitalisierungsgrad war bisher noch nicht ausreichend. Ist das langfristig eine Chance?
Das ist eine große Chance. Die Krise wirkt als Katalysator für die Digitalisierung in der Breite der deutschen Wirtschaft. Was vorher halbherzig und langwierig diskutiert wurde, war plötzlich binnen Tagen für alle Realität. Viele Unternehmen haben dabei gesehen, wie viel Flexibilität und Resilienz mit digitalen Tools möglich sind. Zugleich zeigt die aktuelle Situation, wo noch grundsätzlicher Änderungsbedarf besteht, etwa bei technischen Fragen oder in Sachen Unternehmenskultur. Die aktuelle Krise wird einen digitalen Entwicklungssprung von mehreren Jahren bringen.

 

Vielen Kunden ist es dank TeamViewer gelungen, in kürzester Zeit mit ganzen Belegschaften aus dem Homeoffice heraus produktiv zu sein. Was sind die dafür entscheidenden Faktoren?
Die ganzheitliche Steuerung von Betriebsprozessen aus dem Homeoffice ist eine große Herausforderung. Es geht nicht nur darum, dass Nutzer zu Hause Meetings durch Videokonferenzen ersetzen, sondern ihnen in Echtzeit ein einfacher und doch möglichst umfassender Zugriff auf sämtliche Systeme und Anwendungen im Unternehmensnetzwerk zur Verfügung steht – genau so, als säßen sie vor ihrem Rechner im Büro. Das ist bei herkömmlichen Homeoffice-Lösungen mit VPN-Technologie häufig sehr schwierig. Dabei spielen vor allem Fragen nach der bestmöglichen Sicherheit und nach granularen Zugangsrechten eine entscheidende Rolle. Als TeamViewer bieten wir in diesem Kontext eine weltweit führende Lösung an, die insbesondere für eine einzigartige Nutzbarkeit über alle relevanten Geräte und Betriebssysteme hinweg geschätzt wird. Dass wir damit einen Beitrag dazu leisten konnten, Unternehmen in der Ausnahmesituation der Corona-Pandemie schnell handlungsfähig zu machen, freut uns sehr.

 

Die Mobilität wird auf absehbare Zeit eingeschränkt bleiben. Das heißt, virtuelle Meetings und Konferenzen werden zur neuen Normalität. Welche technischen Voraussetzungen müssen hierfür geschaffen werden?
Unternehmen sollten zunächst eine gute technische Ausrüstung ihrer IT-Infrastruktur, aber auch jedes einzelnen Mitarbeiters sicherstellen. Hier ist im Übrigen auch die Politik gefragt, überall eine hervorragende Breitbandversorgung zu gewährleisten. Darüber hinaus muss ein Wildwuchs an Workarounds der einzelnen Abteilungen und Mitarbeiter verhindert werden, der große Sicherheitsrisiken verursacht. Es sollte daher eine zentrale Lösung für möglichst viele Anwendungsfälle implementiert werden.


 
Wie nachhaltig sind die Homeoffice-Lösungen deutscher Firmen?
Gerade beim Thema Datenschutz und -sicherheit ist in der gebotenen Eile einiges auf der Strecke geblieben. Die anfänglichen Behelfslösungen müssen jetzt möglichst schnell in dauerhafte Lösungen überführt werden, die höchsten Sicherheitsstandards genügen. Das ist auch deshalb sehr wichtig, weil das Homeoffice bleiben wird.

 

Welche Produkte sind derzeit besonders gefragt?
Die meisten Produkte von TeamViewer sind darauf ausgelegt, räumliche Distanzen zu überbrücken und aus der Ferne auf Geräte, Maschinen und Anlagen zuzugreifen. Dies war im Kontext der weltweiten Quarantänemaßnahmen und Reisebeschränkungen während der Corona-Pandemie für viele Unternehmen geschäftskritisch. Auch unsere Online-Meeting- und Videokonferenzlösung blizz war während der Krise relevanter als je zuvor. Ganz generell haben wir in den Monaten März und April weltweit in allen Regionen eine zusätzliche Nachfrage nach unseren Lösungen sowohl von Bestands- als auch Neukunden gesehen.

 


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