»Wettbewerbsvorteile beginnen bei der Strombeschaffung«

 neustrom gestaltet die Energiebeschaffung neu – mit KI-Technologie für geringere Kosten, Preisrisiken und CO₂ -Emissionen. 

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Herr Härtel, neustrom tritt als innovativer Stromoptimierer und -versorger für Unternehmen an. Können Sie uns mehr über Ihren Ansatz erzählen?
Wir optimieren für Unternehmen den Stromeinkauf, die eigene Stromerzeugung, den Verbrauch und den Handel von Überschüssen oder Fehlmengen, automatisiert gesteuert durch KI-Software. So reduzieren wir die Stromkosten unserer Kunden – u. A. die Edeka Versorgungsgesellschaft (EVG), Ideal Standard und Freudenberg – um bis zu 30 % und steigern die Planbarkeit und Nachhaltigkeit ihrer Betriebe.


Wie gelingt Ihnen das?
Unternehmensstandorten helfen wir beim Planen und Umsetzen von Microgrids, lokalen Netzen etwa mit Solaranlagen, Batteriespeichern und E-Mobilitätsinfrastruktur - von der ersten Analyse bis zum laufenden Betrieb und der Steuerung mit KI-Software.

Auf der Strommarktseite reduzieren wir die Risiken beim Einkauf. Wir stellen unseren Kunden individuelle Versorgerportfolios zusammen. Unsere Kunden können bestehende Partnerschaften um Power Purchase Agreements (PPAs) erweitern und diese mit der lokalen Erzeugung des Microgrids und einem Restbezug über Kurzfristmärkte kombinieren. So können Unternehmen Strom optimal einkaufen und einsetzen und sind unabhängiger vom Stromnetz und -markt. Das ist wichtig, da die erneuerbare, dezentrale Stromgewinnung volatil ist und massive Vorhersagerisiken birgt. Die Summe dieser Maßnahmen reduziert Kosten, Risiken und Emissionen signifikant.

Robert Härtel VP of Business Development neustrom
Robert Härtel VP of Business Development neustrom

Welche Herausforderungen sehen Sie für Unternehmen in der Energieversorgung?
Der steigende Strombedarf durch Elektrifizierung, die Komplexität, Eigenerzeugung vernünftig aufzubauen und zu steuern. Unsere KI-Software ermöglicht präzise Vorhersagen von Produktion, Verbrauch und Marktpreisen, um jede Kilowattstunde bestmöglich einzusetzen.

Wie bewerten Sie in dem Zusammenhang das Strompreispaket der Bundesregierung?
Das Paket wird viele Unternehmen kurzfristig entlasten. An den strukturellen Problemen in Deutschland ändert sich nichts. CO₂ zu emittieren wird teurer. Auch die Kapitalmärkte bewerten CO₂-Emissionen immer stärker. Themen wie ESG und CO₂-Transparenz gewinnen an Bedeutung. Verstöße können in Zukunft hohe Strafen nach sich ziehen. Herkunftsnachweise für Ökostrom werden knapper und teurer, da die Nachfrage schneller als der Ausbau der Erzeugung steigen wird. Es lohnt sich also doppelt, jetzt in eine erneuerbare Eigenproduktion zu investieren, wenn man nicht abgehängt werden will.


Wie unterstützt neustrom Unternehmen dabei, sich auf diese Veränderungen vorzubereiten?
Wir bieten individuelle Analysen und Lösungen basierend auf Data Analytics. Wir verarbeiten Daten in Echtzeit in großen und granularen Mengen. Jedes Unternehmen ist anders. Da kann man nicht mit der Gießkanne wie einst ran. Was wir anbieten, ist neu in dieser Form. Diesen Grad der Digitalisierung gab es in der Energiewirtschaft bis dato nicht. Nur so sind wir in der Lage, individuelle und effiziente Lösungen zu entwickeln.


Wie sieht die Rolle von neustrom in der Zukunft der Strombeschaffung aus?
Wir sind Wegbereiter für die neue Realität der Energiebeschaffung, in der Unternehmen viel aktiver am Energiemarkt teilnehmen. Sie werden nicht nur Strom verbrauchen, sondern auch produzieren und handeln. Sie wandeln sich von reinen Konsumenten zu Prosumenten. Mit unseren Lösungen ermöglichen wir es ihnen, diese Rolle aktiv zu gestalten. Das ist der Weg, der eingeschlagen werden muss. Denn sie profitieren von geringen Stromkosten und größerer Anpassungsfähigkeit. Wettbewerbsvorteile beginnen heute bei der Strombeschaffung.

www.neustrom.de
 

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