Eine Stadt erfindet sich neu

Oktober 2015 | Handelsblatt | Zukunft Deutschland

Eine Stadt erfindet sich neu

Kennen Sie Gelsenkirchen? Nicht so richtig? Dann werden sie die Ruhrgebietsstadt jetzt neu kennenlernen.

Stadt Gelsenkirchen / Unternehmensbeitrag

Denn mit Gelsenkirchen wird’s was. So zumindest lautet das Motto, mit dem die Stadt nun als Wirtschaftsstandort verstärkt auf sich aufmerksam machen will. Und hinter dem Slogan stecken tatsächlich viele gewichtige Fakten, die Stadt hat sich in den letzten Jahren quasi neu erfunden: Nicht nur die Arbeitslosenquote wurde – vom hohen Sockel nach Abschied von Kohle und Stahl kommend – in Rekordzeit reduziert, mit einem Bruttoinlandsprodukt von 7,6 Milliarden Euro – das sind knapp 69.000 Euro pro Erwerbstätigem –liegt Gelsenkirchen deutlich über dem Schnitt in Nordrhein-Westfalen.


Möglich machen das die mehr als 3.300 Unternehmen aus 27 verschiedenen Branchen, die in Gelsenkirchen entwickeln, fertigen und veredeln – nicht zuletzt, weil die Stadt in den letzten Jahren viel in die Aufbereitung und Revitalisierung von alten Industriestandorten investiert hat. So finden Unternehmen in Gelsenkirchen nicht nur eine pulsierende Stadt inmitten des Ruhrgebiets mit Zugang zu über fünf Millionen Menschen im Tagespendelbereich, sondern auch hervorragend ausgestattete Gewerbeflächen mit Breitband-Internet.


Und auch der Zugang zu Absatzmärkten ist von Gelsenkirchen aus ideal: 40 Prozent der EU-Bevölkerung leben in einem Umkreis von nur 500 Kilometern. So produziert beispielsweise mit Rigips eine der „Marken des Jahrhunderts“ in Gelsenkirchen die bekannten Gipskartonplatten für den Innenausbau. Aber auch die 4,8 Millionen Eiswaffeln, die Europas Marktführer Oexmann täglich produziert, finden von dort in die Welt – ebenso wie die Großküchen der Traditionsfirma Küppersbusch, auf denen zum Beispiel die täglich 20.000 Fluggäste der Etihad Airlines bekocht werden.


Wer bisher bei Gelsenkirchen also „nur“ an Schalke gedacht hat – immerhin bei den wertvollsten Vereinsmarken der Welt auf Platz 13 –, muss umdenken. Denn eins steht fest: Bei dem Engagement wird Gelsenkirchen wohl künftig noch viel von sich reden machen. Es wird tatsächlich was mit Gelsenkirchen.
 


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