Ritt auf dem Vulkan

April 2015 | Capital | Mobilität

Ritt auf dem Vulkan

Marc Ziegler fuhr die Hochleistungsmodelle des aktuellen Dodge Challenger: SRT 392 und Hellcat.

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Heute ist ein guter Tag. Ich habe die einmalige Gelegenheit, gleich beide Hochleistungsmodelle des aktuellen Dodge Challenger, den SRT 392 und die jetzt schon legendäre Hellcat zu fahren. Eine Chance, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. 

 

Der Klang des SRT 392 ist unbeschreiblich. Es gibt einfach nichts Vergleichbares zum Sound eines großvolumigen Achtzylinders. Jeder Gasstoß schickt mir einen Schauer über den Rücken, unter Volllast brüllt der 6,4-Liter-HEMI wie ein wildes Tier, und bei niedriger Drehzahl hat das sonore Blubbern etwas Beruhigendes.

 

Der Challenger kommt serienmäßig mit Automatikgetriebe nach Deutschland. Die acht Gangstufen sorgen jederzeit für angenehm niedrige Drehzahlen. Bequeme Alcantara-Sportsitze geben mir perfekten Seitenhalt, das unten abgeflachte Sportlenkrad mit den Schaltwippen informiert meine Fingerspitzen über jede Fahrbahnunebenheit. Als der deutsche Kleinwagen auf meine Spur wechselt, zeigt der Tacho 286 Stundenkilometer. Schade. Da wäre noch etwas drin gewesen. 

 

Der Wahnsinn, aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Zu der bin ich nämlich gerade unterwegs und ein bisschen aufgeregt. Denn es wartet das Topmodell der Baureihe: Die Hellcat. 717 PS aus 6,2 kompressoraufgeladenen Litern Hubraum. Das stärkste Muscle-Car, das je vom Band lief. 

 

Und da steht sie: Die Dodge Designer haben es wie keine anderen geschafft, den Stil der Klassiker aus den 70ern in die Gegenwart zu übertragen. Mit dem ersten Gasstoß ist klar: Diese Katze schnurrt nicht, sie beißt: Der V8 brüllt los, als gebe es kein morgen. Bei 312 km/h geht mir die Strecke aus und ich muss vom Gas. Langsam dämmert mir, warum es zwei einstellbare Leistungsstufen gibt. 717 PS sind schlicht zu viel für den Alltag. 

 

Auch wenn ich jeden Meter im stärksten Muscle-Car aller Zeiten absolut genossen habe, jeden Tag möchte ich nicht im Geschwindigkeitsrausch der Raubkatze leben. Lieber greife ich zum größeren Sauger. Der schafft den Kompromiss aus brutaler Leistung und Komfort deutlich besser und steht damit in guter alter Tradition amerikanischer Kraftprotze. 

 

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