Kosten sparen, aber richtig

April 2015 | Capital | Mobilität

Kosten sparen, aber richtig

Manuel Drach von der Würzburger Autohaus Gruppe Spindler über aktuelle Flottentrends, Kostenoptimierungen und alternative Antriebe.

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Herr Drach, wohin geht der Trend im Fuhrparkmanagement?

 

Wir bemerken stark das Downsizing der Flotten. Größere Motoren werden durch kleinere ersetzt, der Sechszylinder etwa durch den aufgeladenen Vierzylinder. Ein weiterer Trend ist sicherlich das Outsourcing von Teilen des Fuhrparkmanagements.

 

Würde es Sinn machen, zur Kostenoptimierung auf Elektromobilität zu setzen?

 

Elektromobilität ist kein Thema bei den Firmen. Um die Akzeptanz von E-Fahrzeugen zu fördern, implementieren wir in Würzburg gemeinsam mit Flinkster ein eigenes CarSharing System mit E-Fahrzeugen. Noch gestaltet sich aber die Zusammenarbeit mit der Stadt schwierig. Es fehlen etwa innerstädtische Standorte für E-Fahrzeuge. 

 

Welche Rolle spielen alternative Kraftstoffe, etwa Erdgas?

 

Da ist durchaus Interesse vorhanden. Das Problem liegt in der Nachhaltigkeit der Hersteller. Ein Beispiel: Der neue VW-Passat ist nicht mehr als Erdgas-Variante erhältlich. Will ein Unternehmen jetzt modernisieren, muss es entweder den Antrieb wechseln oder auf ein anderes Modell umsteigen. 

 

Und die Hybridtechnologie?

 

Wird kaum nachgefragt. Die Technik ist höchstens aus Imagegründen interessant. Ein Geschäftsführer, der sich als umweltfreundlich darstellen möchte, fährt ein Hybridfahrzeug. Aber ich gehe davon aus, dass das Thema aus Kostengründen in Zukunft eine größere Rolle spielen wird. 

 

Welche Bedeutung hat das Flottenmanagement in den Unternehmen?

 

Die Fuhrparkabteilungen schrumpfen oder werden zusammengelegt. Bei kleineren und mittleren Flotten übernimmt gar ein Sekretariat oder eine andere Abteilung das Flottenmanagement, meist mit Hilfe von Online-Tools. Das ist nicht immer sinnvoll. Ein guter Flottenmanager ist in der Lage, bis zu 25 Prozent der Kosten für den Fuhrpark einzusparen. 

 

Welche Herausforderungen kommen auf Flottenmanager zu?

 

Die Unterweisung der Fahrer wird ein immer größeres Thema werden. Die vernetzten Fahrzeuge der Zukunft werden an die Unternehmens-IT angeschlossen sein. Dafür, wie auch für die Nutzung des Diensthandys, müssen klare Regeln erstellt werden. Auch die Frage nach dem Datenschutz wird uns in den nächsten Jahren noch beschäftigen. Außerdem wird der Mobilitätsmix Einzug ins Travel- und Flottenmanagement halten, also die Frage, welche Mobilitätslösung für welche Strecke oder welchen Einsatz am besten geeignet ist. 

 

 

AUTOHAUS GRUPPE SPINDLER

Die Autohaus Gruppe Spindler hat sich neben dem Verkauf von Fahrzeugen an Großkunden auf die Fuhrparkmanagementberatung spezialisiert. Spindler ist Fördermitglied im Bundesverband Fuhrparkmanagement. 

 

Mail: manuel.drach@spindler-gruppe.de, Tel:  0931-20 99-266

 

www.spindler-gruppe.de/grosskunden