Nur noch grüne Wallboxen

Die Einführung einer CO2-neutralen Ladestation war bei KEBA erst der Anfang. Jetzt rollt der österreichische Hersteller sein komplett klimaneutrales Wallbox-Portfolio aus.
Die KeContact P30 Green Edition  von KEBA startete als Testballon  und avancierte zum Erfolgsmodell. Doch die erste klimaneutrale Wallbox war nur der Anfang.
Die KeContact P30 Green Edition von KEBA startete als Testballon und avancierte zum Erfolgsmodell. Doch die erste klimaneutrale Wallbox war nur der Anfang.
KEBA Energy Automation Beitrag


KeContact P30 Green Edition. So heißt die im April 2021 eingeführte klimaneutrale Wallbox vom österreichischen Qualitätshersteller KEBA, dessen Ladestationen einem seit über 12 Jahren in Wohnanlagen, Parkhäusern oder auf Firmenparkplätzen begegnen – mit KEBA-Branding oder unter der Flagge verschiedener Ladeparkbetreiber. Dieses besonders nachhaltige Modell wurde als Testballon im Privatkundenbereich gesehen und startete nur in der D-A-CH-Region. Doch die Green Edition entwickelte sich schnell zu einem echten Verkaufsschlager. „Als europäisches Unternehmen im Bereich Ladeinfrastruktur schauen wir natürlich grundsätzlich optimistisch in die Zukunft – speziell auch im Thema Nachhaltigkeit“, erklärt Christoph Knogler, Geschäftsführer der KEBA Energy Automation, „doch mit dieser überwältigenden Resonanz haben auch wir nicht gerechnet.“
 

Ausgangspunkt: die Green Edition-Wallbox

 

Was macht die KeContact P30 Green Edition eigentlich zu einer nachhaltigen Ladestation? Knogler holt hier kurz aus: „Ausgangspunkt war die aktive Auseinandersetzung mit dem sogenannten Product Carbon Footprint unserer Ladestationen. Wir haben erhoben, wie viel CO2-Äquivalente bei der Produktion unserer Wallbox anfallen.“ Auf Basis dieser Analyse konnte optimiert werden: „Wir produzieren unsere Wallboxen ausschließlich in Österreich – genauer gesagt in Linz. Dazu nutzen wir ausschließlich Ökostrom und setzen wo immer möglich auf Komponenten aus Europa, was die Transportwege minimiert und dadurch sehr viel Emissionen vermeidet. Zudem haben wir bei der Verpackung angesetzt und diese unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit weiter optimiert. Dennoch: Bei jedem Produkt bleibt ein gewisser Rest-Fußabdruck. Den kompensieren wir über die Investition in bewusst ausgewählte und zertifizierte Klimaprojekte – so leisten unsere Kunden und Kundinnen mit dem Kauf einer Green Edition Wallbox einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.“

 

Bald nur noch grüne Ladestationen

 

Doch damit nicht genug. Nach der P30 Green Edition gibt es vom österreichischen Hersteller bald nur noch nachhaltige Wallboxen. „Ziel ist, bis Ende 2022 nur noch KEBA-Ladestationen zu vertreiben, die klimaneutral sind“, kündigt Christoph Knogler die progressive Sortimentsanpassung an. „Das ist ein gewaltiger Schritt und wir sind davon überzeugt, dass er für uns sowie unsere Partner und Kunden genau in die richtige Richtung führen wird.“ Es scheint, als habe sich die Green Edition, aber auch die bewusste Entscheidung, Wallboxen ausschließlich in Europa zu produzieren, für das Unternehmen als wahres Erfolgsmodell entpuppt: „Wir bleiben unserem österreichischen Fertigungsstandort treu und bauen unsere Fertigungskapazitäten Schritt für Schritt weiter aus. Im Gegensatz zu anderen Herstellern am Markt vermeiden wir so bewusst lange Transportwege und klimaschädliche Emissionen.“
 

Weitere Schritte bereits geplant

 

Das überwältigende Echo auf die Green Edition-Wallbox hat KEBA zudem darin bestärkt, weitere konsequente Schritte im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie zu setzen. „Neben dem Fokus auf unsere Produkte stellen wir uns auch selbst auf den Prüfstand und ermitteln unseren Company Carbon Footprint. Dafür durchleuchten wir sämtliche Abläufe und Prozesse, um herauszufinden, wo wir stehen und wo wir unsere Hebel ansetzen können“, so der CEO. „Nur so werden Investitionen in Nachhaltigkeit messbar. Unser Ziel ist es weiterhin, CO2-Ausstoß sukzessive durch sinnvolle Initiativen zu reduzieren und Ressourcen zu schonen, um uns als Unternehmen bei gleichzeitiger Wirtschaftlich- und Wettbewerbsfähigkeit bis 2025 klimaneutral nennen zu dürfen. Ambitioniert, aber sinnvoll und notwendig!“

www.keba.com/klimaneutrale-wallboxen

 

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