Entwicklungspartner für Wasserstoffsystemlösungen

Das metallverarbeitende Familienunternehmen Poppe + Potthoff unterstützt seine Kunden als innovativer Partner bei der Erreichung von Zero-Emission-Zielen

Markus Kerkhoff treibt als Executive Vice President  Innovation & Strategy/ Automotive seit 2020 die Transformation von Poppe + Potthoff mit voran.
Markus Kerkhoff treibt als Executive Vice President Innovation & Strategy/ Automotive seit 2020 die Transformation von Poppe + Potthoff mit voran.
Poppe + Potthoff Beitrag

Alternative Antriebe sind schon lange in der Gegenwart angekommen. Die Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie stellt neben der Elektromobilität eine emissionsfreie Alternative zu herkömmlichen Antriebsarten dar – sowohl für die Mobilität als auch für die Industrie. Gleichzeitig bringen alternative Antriebstechnologien neue Herausforderungen mit sich. Das Familienunternehmen Poppe + Potthoff aus Werther unterstützt als innovativer Entwicklungspartner seine Kunden bei der Überwindung dieser Herausforderungen. Markus Kerkhoff, EVP von Poppe + Potthoff erklärt im Interview, wie das Unternehmen diesem Anspruch gerecht wird.

Der Wandel zu alternativen Antrieben stellt eine ganze Branche vor große Herausforderungen. Wie kann ein mittelständisches Unternehmen hier einen Beitrag leisten?
Wer die Geschichte unseres Unternehmens betrachtet, stellt fest, dass unser Erfolg schon immer auf der genauen Erfüllung von Kundenanforderungen basiert. Wir sind 1928 mit dem Ziehen von Präzisionsstahlrohren gestartet und konnten uns eine über Jahrzehnte gewachsene Expertise im Fluidmanagement aneignen. Diese Expertise wurde stetig erweitert, wie in den Bereichen der Hochdruckanwendungen oder der Common Rail Applikationen. Auf diese Weise entstand eine Material- und Fertigungskompetenz von über 600 Mio. gelieferten Teilen in unterschiedlichsten Systemarchitekturen.
Wir sind also ein absoluter Experte in der Leitung von Kraftstoffen – egal ob Diesel oder Dual Fuels.

Auf dieser Expertise aufbauend ist es also nur ein logischer Schritt, Komponenten wie Leitungen, Rails oder On Tank Valves für den Einsatz in Wasserstoffapplikationen zu fertigen. Auch hier bleiben wir unserem Grundsatz der Kundenzentriertheit treu und bieten Lösungen, die genau auf die jeweiligen Anwendungsfälle abgestimmt sind. Dadurch entstehen in einer agilen Arbeitsweise modulare Wasserstoffsysteme, die eine effiziente und zuverlässige Leitung des Wasserstoffs sicherstellen. Unsere hauseigene Prüfstandsfertigung und die Analyse von Daten ermöglichen es uns dazu, Produktionsprozesse kontinuierlich zu überwachen und Entwicklungszyklen zu verkürzen.

Wie sieht Ihre agile Arbeitsweise aus?
Unser Unternehmen befindet sich in einem Transformationsprozess. Um in einem sich schnell formierenden Wasserstoff-Markt ein innovativer Entwicklungspartner sein zu können, haben wir eine agile Arbeitsmethodik eingeführt. Unsere Entwicklungsteams nutzen die Scrum-Methodik und erarbeiten in iterativen Prozessen Lösungen für die Herausforderungen unserer Kunden. Dabei fördern wir Transparenz zwischen den einzelnen Abteilungen. Jede dieser Business Units bringt eigene Kompetenzen ein – deren Verzahnung macht unsere Stärke aus. Gemeinsam arbeiten wir so an der Erfüllung unserer Unternehmensziele: Customer Centricity, Sustainability und Data Driven. Die Umstellung zu einer agilen Arbeitsweise stellt für viele unserer Mitarbeitenden eine Veränderung dar. Daher begleiten wir diesen Prozess kommunikativ. Wir wollen alle auf unserer Reise mitnehmen.

Konzentriert P+P sich ausschließlich auf Wasserstoff als Thema der Zukunft?
Für uns ist es entscheidend, technologieoffen zu sein. So fertigt Walter Henrich als Unternehmen der P+P Gruppe hochpräzise Rotorwellen für den Einsatz in E-Fahrzeugen. Durch den dort entwickelten speedFORMING-Prozess können Komponenten mit variablen Wandstärken gefertigt werden, was Gewicht und Materialkosten einspart. Wir wollen den Markt der Zukunft mitgestalten – und stellen uns dementsprechend auf.

www.poppe-potthoff.com

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