Nachhaltige Milchwirtschaft für ein besseres Klima

Beitrag der Molkereigenossenschaft Arla Foods
Marlen Biß ist Landwirtin in Schleswig-Holstein mit rund 80 Milchkühen und Mitglied der Molkereigenossenschaft Arla Foods.
Marlen Biß ist Landwirtin in Schleswig-Holstein mit rund 80 Milchkühen und Mitglied der Molkereigenossenschaft Arla Foods.
Molkereigenossenschaft Arla Foods Beitrag

Eiweiß, B-Vitamine, Kalzium und weitere wertvolle Mineralstoffe: Milch enthält eine Reihe wichtiger Ernährungsbestandteile und hat einen hohen Nährstoffgehalt. Milch und Milchprodukte wie Butter, Käse und Joghurt sind für viele Menschen fester Bestandteil eines ausgewogenen Speiseplans und vielerorts ein regionales Kulturgut sowie ein Wirtschaftsfaktor in Deutschland.

Dennoch werden Milch und Milchprodukte häufig mit Blick auf die Nachhaltigkeit kontrovers diskutiert. Fakt ist: Wie andere Wirtschaftszweige und jeder Privathaushalt belastet auch die landwirtschaftliche Herstellung von Nahrungsmitteln unseren Planeten. Laut Umweltbundesamt lag der Anteil der Landwirtschaft an den gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland 2020 bei knapp neun Prozent.

Der Kampf gegen den Klimawandel ist ein herausforderndes Thema, dem wir uns bei Arla als Landwirte und Landwirtinnen stellen. Wir sind uns als Molkereigenossenschaft mit über 1.500 Mitgliedern in Deutschland und insgesamt 9.400 Landwirte und Landwirtinnen in Europa unserer Verantwortung bewusst. Deshalb wollen wir bis 2030 die Treibhausgasemissionen pro Kilogramm Milch um 30 Prozent reduzieren und bis 2050 Netto-Null-Emissionen erreichen. Um dies zu schaffen, hat Arla 2020 den Klimacheck eingeführt. Jedes Jahr ermitteln wir Arla Landwirte und Landwirtinnen den CO2e-Fußabdruck (CO2e = CO²-Äquivalente) unserer Betriebe und erhalten eine ausführliche Beratung zur Emissionsreduzierung.

Wir Landwirte und Landwirtinnen bei Arla sind stolz darauf, mithilfe des Klimachecks unseren Beitrag für eine nachhaltigere Landwirtschaft zu leisten. Auf meinem Hof hat mir das Programm gezeigt, dass der Eiweißgehalt im Gras – das Grundfutter für meine Kühe – höher ist als nötig. Ein Zeichen dafür, dass ich noch präziser düngen kann. Zu viel Eiweiß im Futter bedeutet einen zu hohen Stickstoffgehalt in der Gülle, die die Kühe ausscheiden. Stickstoffüberschüsse führen auch zur Freisetzung von mehr klimaschädlichem Lachgas. Indem ich meinen Dünger nun noch reduzierter und gezielter einsetze, kann ich Emissionen senken und auch Kosten sparen.

www.arlafoods.de/nachhaltigkeit/unsere-klimaziele

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