Aktiver Pumpentausch lohnt sich

Dezember 2015 | Handelsblatt | Energien der Zukunft

Aktiver Pumpentausch lohnt sich

Der Dortmunder Pumpenhersteller Wilo will mit dem spezialisierten Beraterteam „Wilo Energy Solutions“ ökologischen und ökonomischen Energiefressern den Garaus machen.

Wilo SE / Unternehmensbeitrag

Herr Beckmann, warum die gesonderte „Task Force“für den Austausch ineffizienter Pumpen?

 

Die Industrie ist nach wie vor einer der größten Energieverbraucher und das Thema Energieeffizienz rund um die Pumpe ist bisher noch viel zu unbekannt. Dabei kann moderne und effiziente Pumpentechnologie dabei helfen, die Umwelt zu entlasten und gleichzeitig den Geldbeutel merklich zu schonen. Allerdings wissen oftmals die Verantwortlichen in der Industrie, aber auch in Krankenhäusern, Kaufhäusern, Bürogebäuden sowie im Filialgeschäft gar nicht, wie viel Energie in den Betrieb von Pumpen fließt, wie alt die Anlagen sind und welche enormen Einsparungen sich daraus ergeben. Hier setzt unser Beraterteam an, bietet Produkte, Lösungen, klärt über die energieeffiziente Sanierung, über Fördermöglichkeiten und Rentabilität auf. 

 

Herr Minschke, warum stehen Pumpen beim Thema Energieeffizienz nicht stärker im Fokus?

 

Denken Sie an die Industrie. Hier achten Unternehmen in erster Linie auf die eigene Wertschöpfungskette und deshalb zählt zunächst einmal alles, was die Produktionskosten senkt oder den Umsatz steigert. Alles, was darüber hinaus zusätzliches Potenzial heben könnte, ist nicht unmittelbar im Fokus, sondern muss erst einmal dahin gebracht werden. Auch dafür haben wir unser spezielles Beraterteam konzipiert. Ist die Aufmerksamkeit aber erst einmal geweckt, ist auch das Interesse in der Regel entsprechend groß. 

 

Worauf achten Ihre Kunden am meisten, Herr Beckmann?

 

Die energieeffiziente Sanierung der Pumpen ist eine Investition. Deshalb wird sehr stark darauf geschaut, in welchem Zeitraum sie sich amortisiert. Alles was hier unter drei Jahren liegt, ist optimal, bis fünf Jahre akzeptabel. Pumpen haben relativ kurze Amortisationszeiten. Darüber hinaus erhöht sich mit der Erneuerung der Pumpen in einem Unternehmen natürlich auch die Betriebs- und Versorgungssicherheit, ein ebenfalls nicht zu unterschätzendes Plus für die Kunden. 

 

Lässt sich das Einsparpotenzial beziffern, Herr Minschke?

 

Es lässt sich anhand eines Beispiels sehr gut aufzeigen: Wir haben gerade für einen weltweit agierenden Mittelständler mit Produktionsstätte in Deutschland ein großes Projekt in mehreren Schritten umgesetzt. Dort haben wir bei knapp 200 der insgesamt rund 400 Pumpen ein Einsparpotenzial identifiziert und den Austausch bisher in zwei von drei Schritten umgesetzt. Mit der Vollendung des dritten und letzten Schritts wird der Kunde rund 50 Prozent seines Energieverbrauchs für Pumpen von einer Million Kilowattstunden und rund 350 Kilogramm CO2 pro Jahr einsparen. Die tatsächlichen Kosten für den Betrieb der Pumpen werden von 230.000 Euro auf nur noch 115.000 Euro pro Jahr sinken.

 

Deshalb sprechen Sie auch von „Pumpengold“?

 

Und weil es sich auch um eine lohnende Investition handelt – auch im Vergleich zum Kapitalmarkt. Legen wir eine zehnjährige Laufzeit zu Grunde, hätte der Kunde im Beispiel oben eine Kapitalrendite von fast 20 Prozent erzielt. Am Kapitalmarkt wären es vielleicht maximal drei Prozent Zinsen. 

 

Christian Beckmann; Vertriebsleiter Wilo KAM & OEM

 

Daniel Minschke; Leitung Key Account Wilo Energy Solutions

 

www.wilo.de