Aushängeschild für eine innovative Region

Oktober 2015 | Die Zeit | Zukunft Medizin

Aushängeschild für eine innovative Region

Die Hauptstadtregion entwickelt sich zum führenden Gesundheitsstandort. Einen Eindruck davon vermittelt die Health Week.

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie / Unternehmensbeitrag

Das richtige Medikament für die Behandlung von Krebs zu finden, ist für Mediziner eine riesige Herausforderung. „Die Wirkungseffizienz vieler Medikamente liegt bei weniger als 30 Prozent“, erklärt Dr. Bodo Lange, Geschäftsführer von Alacris Theranostics. „70 Prozent der Patienten erhalten also nicht das richtige Medikament und haben eigentlich nur die Nebenwirkungen.“


Um die Wirkungseffizienz zu verbessern, haben die Forscher von Alacris „ModCellTM“ entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Virtualisierungssoftware, die auf Basis von Genom- und Transkriptomdaten, Mutations- und Medikamentendatenbanken und aus Informationen zellulärer Signalübertragung ein „Virtuelles Patientenmodell“ erstellt. Damit lassen sich Wirkungen von Medikamenten vorhersagen – direkt auf den Patienten zugeschnitten.


Alacris Theranostics wurde dafür mit dem Deutschen Innovationspreis ausgezeichnet. Mit seinem Standort ist Geschäftsführer Lange hoch zufrieden: „Berlin ist ein spannender Ort für Start-ups mit vielen Möglichkeiten der Vernetzung zu den Berliner Universitäten, Forschungsinstituten und Kliniken. Und das erleichtert nicht zuletzt die Rekrutierung von guten Fachkräften.“


Die Hauptstadtregion zieht innovative Unternehmer aus der Gesundheitswirtschaft geradezu magisch an. Ein Effekt, den Dr. Kai Uwe Bindseil, Clustermanager Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg – HealthCapital bei Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, gerne nutzt: „Unsere Vision ist es, die Hauptstadtregion weiter zu einem international führenden Gesundheitsstandort auszubauen.“ Insbesondere an der Schnittstelle der Gesundheitswirtschaft zur IT sieht er starke Wachstumsraten.


Zahlreiche Start-ups machen von sich reden – wie Neuronation, deren mobile App für evidenzbasiertes Gehirnjogging über vier Millionen Nutzer begeistert. Viomedo, das Patienten klinische Studien für ihre Erkrankung zur Verfügung stellt. Oder Kenkodo, das eine App zur Stoffwechselkontrolle entwickelt hat.


Kompetente Auskünfte von Ärzten vermitteln, die Patienten per Smartphone erfragen können – das ist das Konzept von Medlanes. Medlanes-Gründer Dr. Emil Kendziorra mangelt es den bisherigen digitalen Angeboten an Qualität: „Nutzer und Patienten werden mit den Informationen alleine gelassen, die Interpretation ist schwierig, und es fehlt das Vertrauensverhältnis zum Arzt.“ Pilotprojekte mit Krankenversicherungen und Krankenhäusern laufen aktuell an. Um weitere Partner zu gewinnen und sich besser zu vernetzen, präsentiert sich Medlanes auf der diesjährigen Health Week, die vom 7. bis 15. Oktober in Berlin stattfindet.


Die Gesundheitswoche soll laut Clustermanager Dr. Bindseil nicht nur für Vernetzung sorgen, sondern auch Aushängeschild für die Metropolenregion sein: „Mit der Health Week machen wir die Leistungen der Berlin-Brandenburger Gesundheitswirtschaft auch öffentlich wahrnehmbar. Den Bürgern wollen wir zeigen, wie sie gesund bleiben, welche Therapieangebote es gibt und woran für den medizinischen Fortschritt geforscht wird.“
 


www.health-week.de