Quantensprung in der Herzmedizin

Oktober 2015 | Die Zeit | Zukunft Medizin

Quantensprung in der Herzmedizin

MediGuide™ Technologie minimiert Strahlenbelastung durch Röntgen.

St. Jude Medical GmbH / Unternehmensbeitrag

Herzerkrankungen gehören nach wie vor zu den häufigsten Leiden in Deutschland. Zu den wichtigsten Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten zählt dabei der Herzkatheter. Erste Modelle erfassten lediglich die Druckverhältnisse in den verschiedenen Herzkammern.  


„Inzwischen erlauben moderne Geräte nicht nur einen dreidimensionalen Blick ins Körperinnere, sondern auch die Möglichkeit, Defekte mit zu beheben“, weiß Dr. med. Philipp Sommer vom Herzzentrum Leipzig – Universitätsklinik. „Enorme Vorteile bietet die neueste Generation von Herzkathetern. Diese nutzen dank der Navigation mit der MediGuide™-Technik des Herstellers St. Jude Medical ein elektromagnetisches Ortungsverfahren.


Dadurch kann auf regelmäßiges Röntgen während des Eingriffs verzichtet und die Strahlenbelastung für Patient und Arzt reduziert werden.“


Mehr Vorteile –weniger Strahlung

Nur ein Röntgenbild statt kontinuierlicher Durchleuchtung – was sich einfach anhört, darf als Quantensprung in der Herzmedizin bezeichnet werden. Denn im Gegensatz zu herkömmlichen Herzkathetern können Kardiologen mit der Navigationstechnologie MediGuide, die aktuell noch ausschließlich in der Rhythmologie zur Anwendung kommt,  schneller und präziser arbeiten. „Hinzu kommt, dass nur zu Beginn des Eingriffs einmal geröntgt werden muss, weshalb die Strahlenbelastung sehr gering ist“, weiß Dr. Sommer. „Spezielle Sensoren an den Kathetern und Referenzpunkte am Körper des Patienten sorgen anschließend dafür, dass die Lage der Instrumente auch ohne weitere Bildgebung immer genau erfasst bleibt und in Echtzeit auf das vorab erzeugte Röntgenbild des Patienten projiziert wird.“ So kann der Kardiologe auf dem Monitor jederzeit sehen, wo er sich mit dem Katheter gerade befindet.  

Belastung reduzieren

Durch regelmäßige Strahlung kann es passieren, dass während der Zellteilung krankhaftes Gewebe entsteht. Je häufiger der Körper derartiger Strahlenwirkung ausgesetzt wird, desto mehr steigt die Gefahr, dass sich die Zellen nicht mehr eigenständig regenerieren. „Dank der MediGuide-Technik ist es möglich, die Strahlendosis deutlich zu senken“, erklärt Dr. Sommer. Zum Vergleich: Eine standard Vorhofflimmerablation ohne MediGuide entspricht einer Strahlendosis von 830 Röntgen-Thoraxaufnahmen.
 


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