Körper und Psyche: Einheit gegen die Erkältung

Warum ein starker Geist ein Verbündeter im Kampf gegen den grippalen Infekt ist und warum Symptome gelindert werden dürfen.

 

Linda-Marlen Leinweber, Psychologin, Trainerin, Coach und Social Media Content Creator
Linda-Marlen Leinweber, Psychologin, Trainerin, Coach und Social Media Content Creator
BoXAGrippal, Angelini Pharma Deutschland GmbH Beitrag

Die Psychologin Linda-Marlen Leinweber hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen dabei zu unterstützen, ein gesundes und glückliches Leben zu führen. Dafür bietet sie Einzelpersonen Mental Coachings an, hält Workshops für den Erhalt psychischer Gesundheit ab, ist als Speakerin unterwegs und gibt ihren Followern auch viele Tipps in den Sozialen Medien. Im Interview mit BoxaGrippal wird deutlich, warum Erkältungssymptome gelindert werden können und dürfen.

Linda, als Psychologin beschäftigst du dich viel mit seelischer, mentaler Gesundheit. Gibt es aus deiner Sicht einen Zusammenhang zwischen körperlicher und mentaler Gesundheit?  
Definitiv! Für mich gehören Körper und Psyche IMMER zusammen. Wir bestehen nicht aus zwei abgekoppelten Systemen „der Körper“ und „die Psyche“, sondern agieren als Einheit perfekt aufeinander abgestimmter „Zahnräder“, die sich wechselseitig beeinflussen.

Bei deinen Online-Auftritten sprichst du oft über das Thema Resilienz – was hat es damit auf sich?
Resilienz beschreibt die innere Widerstandskraft deiner Psyche. Und das Beste ist, diese Widerstandskraft ist trainierbar! Ähnlich wie Kondition für den Körper lässt sich auch die psychische Widerstandskraft gezielt trainieren.

Gibt es im Gegensatz zur geistigen auch eine Art körperliche Resilienz?
Körperliche Resilienz ist für mich, ein starkes Immunsystem, eine gute Kondition, gesunde und kräftige Muskeln und Organe zu haben.

Hast du eine Erklärung dafür, warum man sich viel kränker fühlt, wenn man erkältet im Bett in Selbstmitleid versinkt, als wenn man frisch geduscht und angezogen ist? Hat das auch mit dem wechselseitigen Einfluss von Psyche und Körper zu tun?
Ich denke, es hat etwas mit deinem Gedankengut zu tun: Im Bett zu liegen und mit voller Aufmerksamkeit das Leiden zu beobachten, erhöht das Risiko nur noch, das Schlechte und den Schmerz zu sehen.  Wenn du dich aber duschst und ready machst, dich ansehnlicher findest und die Frische wahrnimmst, erhöht sich die Chance, dass du positivere Gedanken hast. Vielleicht so etwas wie „Wie gut mein Duschgel riecht, … wie gut die Jeans an mir aussieht, … wie kuschelig der Pulli meine Haut streichelt …“ Und wie wir schon gelernt haben: Aus positiven Gedanken entstehen positive Gefühle und positive Gefühle führen zu positivem Verhalten.

Kann auch die mentale Gesundheit davon profitieren, wenn man seine körperlichen Erkrankungssymptome – zum Beispiel Erkältungsbeschwerden – medikamentös lindert, anstatt sie unbehandelt zu erdulden?
Ja, kann sie. Psychologisch betrachtet ist es das Gefühl, dass das eigene Leiden gesehen und ernst genommen wird. Im übertragenen Sinne ist es das Gefühl von „Es wird sich um mich gekümmert.“ So wie das vielleicht Mama früher getan hat. Und das hilft uns, schneller gesund zu werden. Wir vertrauen darauf, dass das Medikament unsere Symptome lindert. Haben wir dann noch eine:n vertrauenswürdige:n Apotheker:in, auf deren Rat wir schwören, oder eine:n Hausarzt:Hausärztin unseres Vertrauens, kann sich dieser Effekt noch verstärken.

Zusätzlich kann es helfen, ein Medikament zur Linderung der Symptome einzunehmen, um das Schmerzgedächtnis weniger zu strapazieren. Erdulden wir Schmerzen immer und immer wieder, kann dieser Schmerz im Gehirn „gespeichert“ werden. Die Schmerzen können Spuren im Nervensystem hinterlassen und so sogar im schlimmsten Fall chronisch werden.  

www.boxagrippal.de

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