4K-Auflösung erhöht die Qualität von OPs deutlich

Dezember 2017 | FOCUS | Meine Gesundheit

4K-Auflösung erhöht die Qualität von OPs deutlich

Beitrag von Richard Wolf

PD Dr. Konrad Karcz, Bereichsleiter Minimalinvasive Chirurgie, Klinikum Ludwig-Maximilians-Universität München
Richard Wolf / Beitrag

Herr Dr. Karcz, sind offene OPs überhaupt noch zeitgemäß, angesichts der technischen Fortschritte bei minimal-invasiven Verfahren?
 Tatsächlich denke ich, dass die Zeit der großen operativen Zugänge, der Bauchschnitte, sich dem Ende zuneigt. Denn nicht nur die Diagnostik und Therapie in anderen Disziplinen verbessern sich immer mehr, sondern auch die Medizintechnikhersteller sorgen mit verbessertem Equipment dafür, dass minimal-invasive Techniken immer breiter eingesetzt werden können – inzwischen etwa sogar zu onkologischen Operationen der Leber, der Bauchspeicheldrüse und der Speiseröhre.

Das heißt, die Technik ist entscheidend bei minimal-invasiven Eingriffen?
Es ist vor allem die Sichtqualität, die die OP-Ergebnisse positiv beeinflusst. Ein Beispiel ist sicherlich die neue 4K-Auflösung des Medizintechnikherstellers Richard Wolf, die Standard für die Kameraauflösung bei minimal-invasiven Eingriffen sein sollte.

Sie haben bereits mit der 4K-Auflösung gearbeitet – warum sollte sie Standard werden?
Die 4K-Auflösung lässt den Operateur die Tiefe wesentlich besser erkennen, so dass Sie das Gefühl haben, ohne eine spezielle Brille 3D sehen zu können. Dazu kommt noch die Kamera-Vergrößerung, die die Genauigkeit bei Operationen nochmals fördert. 4-mal HD stellt damit einen großen Vorteil dar, weil wir bei minimal-invasiven Eingriffen nur unter unserer Visus-Kontrolle operieren. Bei offenen Operationen haben die Chirurgen zwar die schlechtere Sicht, können allerdings ihren Tastsinn zu Hilfe nehmen, um die Unterschiede im Gewebe festzustellen.

Zum Abschluss ein Blick in die Zukunft: Was können wir erwarten?
Ich denke, dass sich die Kamerasysteme unterstützend für Image Guided Surgery analog und digital in naher Zukunft weiterentwickeln werden – ebenso wie die Robotik, die flexible endoskopische Chirurgie sowie die verstärkt onkologische minimal-invasive Chirurgie. All das wird an Wichtigkeit zunehmen. Vermutlich wird ein Chirurg in 25 Jahren eine OP nur noch planen und überwachen. Die Durchführung selbst übernimmt die Technik.

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