Schonende Darmuntersuchung

Juni 2021 | Die Zeit | Gesundheit & Volkskrankheiten

Schonende Darmuntersuchung

CapsoCam Plus der NICOLAI Medizintechnik GmbH erlaubt eine bislang unerreicht detailgenaue Untersuchung des Darms – und bietet zu Corona-Zeiten besondere Vorteile.

Chau Lam Le, Director Marketing und Business Development, NICOLAI Medizintechnik GmbH
NICOLAI Medizintechnik GmbH / Beitrag

Herr Le, wie funktioniert CapsoCam Plus und was sind die Vorteile?
CapsoCam Plus dient der sogenannten Kapselendoskopie, ein Verfahren, um das Innere des Darms zu untersuchen – etwa zur Krebsvorsorge, bei einer chronischen entzündlichen Darmerkrankung oder wenn Blutungen abgeklärt werden sollen. Dabei schluckt der Patient eine kleine Kapsel, die dann während ihrer Wanderung durch den Verdauungstrakt, Bilder von der Schleimhaut aufnimmt. Im Vergleich zu einer Darmspiegelung ist das viel schonender. Eine der Besonderheiten von CapsoCam Plus ist, dass sie im Gegensatz zu anderen Kapseln über vier Kameras verfügt. Sie gewährleisten einen 360-Grad-Rundumblick. So entgeht ihnen nichts, das Aufnahmematerial ist viel umfangreicher und das Risiko deutlich geringer, einen Polypen, Vorstufen eines Karzinoms oder andere Veränderungen zu übersehen. Die rund 160.000 Aufnahmen, die CapsoCam Plus auf ihrem Weg macht, speichert sie auf einem in die Kapsel integrierten Datenchip.

 

Wie kommt Ihre Kapsel zum Patienten und die Daten zum Arzt?
Der Patient erhält die Kapsel vom Arzt und nimmt sie ein. Nach dem Ausscheiden bringt der Patient die Kapsel zur Praxis zurück, oder sendet sie direkt per Post an NICOLAI, Stichwort: Kontaktvermeidung. Die Daten stellen wir dann über eine Cloudanwendung dem Arzt für die Auswertung zur Verfügung. Dabei kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz: Unsere Software kann die Bilder vorab auswerten und auf Verdachtsfälle hinweisen. Sie unterstützt also bei der Diagnose.

 

Warum bietet die Kapsel gerade zu Zeiten der Pandemie Vorteile?
Die Untersuchung mit CapsoCam Plus und die Auswertung der Daten reduziert die Zahl der nötigen Arztbesuche – im Idealfall auf den ersten Termin, bei dem die Kapsel ausgehändigt wird – und damit das Risiko einer Infizierung durch Kontakt mit andern. Dazu trägt auch die erwähnte interne Datenspeicherung der CapsoCam Plus bei. Bei anderen Techniken werden die Daten von der Kapsel an einen Empfänger, eine Art Datengürtel mit dem Speicher, gesendet, den die Patienten während der Dauer der Untersuchung bis zu zwei Tage lang am Körper tragen. Dieser muss bei einem Arztbesuch angelegt und auch wieder abgegeben werden – das geht also nicht kontaktfrei. Zudem empfinden viele Patienten den Gürtel als störend. Die weitgehend kontaktfreie Untersuchung unterstützt also bei der Vermeidung von Ansteckungsrisiken und ist gerade für Risikopatienten sehr hilfreich, die – das hat sich in der COVID-19 Krise gezeigt – aus Angst vor Ansteckung den Arztbesuch meiden. Dank der Kapselendoskopie mit CapsoCam Plus brauchen sie nicht auf wichtige Untersuchungen zu verzichten.


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