»Entspannung muss trainiert werden«

Juli 2016 | Die Zeit | Gesundheit & Volkskrankheiten

»Entspannung muss trainiert werden«

Welche Auswirkungen hat Stress und wie kann er bewältigt werden?

Dr. Anna Paul; Leiterin des Bereichs Ordnungstherapie, Mind-Body-Medizin und Integrative Onkologie, Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin an den Kliniken Essen-Mitte
Pascoe Naturmedizin / Unternehmensbeitrag

Frau Dr. Paul, immer mehr Menschen leiden unter Stress. Eine Ursache dafür ist neben der zunehmenden Arbeitsverdichtung der Lärm im Alltag. Warum macht er uns so zu schaffen?  

 

Langfristig setzt Lärm den Körper unter Daueralarm, und der führt zu einer Erschöpfung der Widerstandskräfte, physisch wie psychisch. Wie stressig der Lärm empfunden wird, hängt von der jeweiligen angeborenen Konstitution ab. Die Frage ist aber auch: Wie geht ein Mensch mit diesem Stress um? Viele verstärken ihn, indem sie ständig laute Musik hören, den Fernseher laufen lassen oder ein Handy am Ohr haben. Andere produzieren Lärm im Kopf, indem sie sich über etwas aufregen, das sie nicht ändern können. 

 

Wie kann man dem entgegensteuern?

 

Wichtig ist, dass man überhaupt erst einmal wahrnimmt, dass man sich durch den Lärm belastet fühlt und dann lernt, damit umzugehen. Diese Fähigkeit zur Selbstregulation, wie wir das in der Naturheilkunde nennen, hilft Betroffenen, wieder Ruhe zu finden.  

 

Warum ist Ruhe so wichtig? 

 

Unser Körper ist ein großes, sich selbst regulierendes System. Ohne, dass wir darüber nachdenken müssen, synchronisieren sich eine Vielzahl von Rhythmen wie Atmung, Herzschlag oder Stoffwechselabläufe von selbst. Allerdings sind sie sehr störungsanfällig. Äußere Reize können schnell zu einer nicht angepassten physiologischen Reaktion führen. Versetzen wir unseren Körper aktiv in Ruhe, kann er diese Regulationen wieder zusammenbringen.   

 

Wäre es also am besten, Stress ganz zu vermeiden? 

 

Das wäre auch nicht gut. Stress ist wichtig. Ohne Stress würden unser Körper und unser Geist sich langweilen. Eine stressige Situation zu meistern, stärkt ungemein, auch unsere Widerstandsfähigkeit gegen Stress. Durch einen intelligenten Umgang mit uns selber in solchen Belastungssituationen erwerben wir Resilienz – so wie unser Immunsys-tem durch Infekte trainiert wird. 

 

Wie gelingt es, Stress abzubauen?  

 

Man kann natürlich von einer viel befahrenen Straße wegziehen oder ein lautes Großraumbüro verlassen. Beides ist nicht immer möglich. Man kann auch beruhigende Musik hören. Oder seine Widerstandsfähigkeit trainieren, indem man lernt, bewusst zu fokussieren und gezielt das auszublenden, was stört. Dafür eignen sich Achtsamkeits- oder Selbstmitgefühl-Kurse ebenso wie Yoga, Qi Gong oder Angebote aus der Mind-Body-Medizin. All diese Methoden kann man lernen wie Klavierspielen oder Fahrradfahren. 

 

Können pflanzliche Arzneimittel helfen? 

 

Wer große Schwierigkeiten hat, in die Entspannung einzusteigen, kann sich selbst mit einem Phytotherapeutikum zum Beispiel mit Passionsblumenextrakt unterstützen. Das kann extreme Unruhe und Anspannung abbauen und so dabei helfen, die Reiz-Reaktions-Starre, in die der Körper bei großem Stress fällt, aufzulösen. Dadurch wird der Organismus wieder besser in die Lage versetzt, sich selbst zu regulieren. 

 

PASCOFLAIR®

 

Pflanzliches Arzneimittel. Überzogene Tabletten. Wirkstoff: Passionsblumenkraut-Trockenextrakt. Anwendungsgebiete: Bei nervösen Unruhezuständen. Enthält Sucrose und Glucose. Stand: Januar 2014.

 

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. PASCOE pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Giessen, info@pascoe.de, www.pascoe.de

 

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