Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

März 2015 | Die Zeit | Frauengesundheit

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Die Einführung der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs im Jahr 2006 war ein Meilenstein für die Frauengesundheit.

Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) / Anzeige

Weltweite Untersuchungen haben inzwischen belegt, dass bei geimpften Frauen tatsächlich weitaus seltener Vorstufen dieser Krebsart auftreten – genau das, was von Impfstoffen erwartet werden kann, die gegen mehrere (wenn auch nicht alle) Stämme der Papillomviren (HPV) immunisieren, die die wesentliche Ursache dieser Krankheit sind.

 

Als die Impfung 2007 in Deutschland für 12- bis 17-jährige Mädchen empfohlen wurde, war das Interesse zunächst groß. Dann sanken die Impfraten soweit ab, dass höchstens ein Drittel der Mädchen jedes Jahrgangs immunisiert wurden. Öffentlich vorgebrachte Skepsis hinsichtlich Wirksamkeit und Verträglichkeit hatte sicher ihren Anteil daran. 

»Die erste Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs war ein Meilenstein.«

Während die Bedenken wissenschaftlich Zug um Zug ausgeräumt werden konnten, nutzen hierzulande weiterhin nur 41 Prozent der Mädchen die Impfung; in den Niederlanden, Australien, England und Schottland sind es 65 bis 90 Prozent. Dort kümmern sich allerdings auch mehr Institutionen um die Aufklärung und Information, was Frauen und Mädchen für ihre Gesundheit tun können.

 

Erfreulicherweise hat das alles die Pharmaforscher nicht entmutigt, die Impfung weiter zu verbessern: So genügen heute bei jüngeren Mädchen zwei statt drei Injektionen für den vollen Impfschutz; und für einen Impfstoff gegen noch mehr HPV-Stämme wurde mittlerweile die Zulassung beantragt. 

 

Zu begrüßen ist auch, dass die Impfung inzwischen ab dem neunten Lebensjahr empfohlen wird. So kann sie gut von Kinderärzten durchgeführt werden, was die Hemmschwelle für die Impfung minimiert und den Zugang verbessert.

 

Es zeigt sich: Pharmaforschung ist für Fortschritte bei der Frauengesundheit wesentlich, aber konstruktives Zusammenspiel von Herstellern, Krankenkassen und verschiedenen anderen Institutionen des Gesundheitswesens ist unverzichtbar, damit diese Fortschritte die Frauen und Mädchen auch erreichen. 

 

Birgit Fischer; Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)

 

www.vfa.de