So kommt das Kind gut in die Welt

Eine Geburt ist nie ganz planbar und zum Wohle von Mutter und Kind kann ein Kaiserschnitt sinnvoll sein. Welche Folgen er hat und was es zu beachten gilt.

Intensiver Körperkontakt sorgt für eine enge Bindung zwischen Mutter und Kind.
Intensiver Körperkontakt sorgt für eine enge Bindung zwischen Mutter und Kind.
Danone Beitrag

Eine natürliche Geburt, anschließend eine möglichst lange Stillzeit – das ist, so könnte man meinen, die Idealvorstellung der meisten Schwangeren. Nach aktuellen Zahlen der SuSe II Studie1 stillen nach 4 Monaten noch etwa 60 % der Frauen voll und 80 % der Frauen teilweise. Doch fast jedes dritte Kind in Deutschland wird per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Die Kaiserschnittrate lag laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2021 bei 30,9 % und damit doppelt so hoch wie 1991 (15,3 %)2. Ein Kind per Kaiserschnitt zur Welt zu bringen ist somit mittlerweile eine weit verbreitete Geburtsart.

Es kann wichtige medizinische Gründe für einen Kaiserschnitt geben – etwa eine ungünstige Lage des Babys, ein Nabelschnurvorfall oder eine akute Sauerstoffunterversorgung des Kindes. Und nicht wenige Frauen entscheiden sich für einen Wunschkaiserschnitt. Dennoch bleibt häufig die Sorge:

Fehlt dem Kind nach einem Kaiserschnitt etwas? Und: Welche Folgen hat ein Kaiserschnitt für meinen Körper? Letztere Frage ist relativ leicht zu beantworten. Ein Kaiserschnitt ist heutzutage eine Routine-OP, auch wenn er wie jede OP mit Komplikationsrisiken verbunden ist. Doch nach gut zwei Wochen ist die Narbe meist verheilt, bei der Pflege hilft die Hebamme. Sorgen und Ängste sollten Schwangere und junge Mütter dennoch unbedingt direkt ansprechen. Die Hebamme kann wertvolle Tipps geben und der Partner, aber auch Familie und Freunde können in der Anfangszeit mit Baby helfen. 

Auch für das Kind hat diese Art der Geburt Folgen. Bei einer natürlichen Geburt kommt es mit der Darm-Mikrobiota der Mutter in Berührung – die so übertragenen Bakterien helfen beim Aufbau des Immunsystems. Und das intensive psychische Erlebnis einer natürlichen Geburt unterstützt die Milchbildung in der Brust. Dennoch sollten sich Frauen, die ihr Kind per Kaiserschnitt zur Welt bringen, keine Sorgen machen. Das sogenannte Bonding, also der Aufbau einer engen Beziehung auf seelischer und hormoneller Ebene, erfolgt über ganz viel Kuscheln und intensiven Körperkontakt direkt nach der Geburt – egal, wie das Kind geboren wurde. Und mit viel Kuscheln klappt es dann meist auch mit dem Stillen, welches den Aufbau eines starken Immunsystems fördert.

Falls nicht oder nicht voll gestillt wird, kann der Kinderarzt oder die Hebamme bei der Wahl einer geeigneten Nahrung unterstützen.
 

DAS APTACARE EXPERTENTEAM


Das Aptacare Expertenteam bietet Eltern von der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter hinein eine Anlaufstelle bei Fragen und Unsicherheiten in Bezug aufs Elternsein – auch beim Thema Kaiserschnitt. Hier können sich Eltern jederzeit Expertenrat holen; kostenfrei und auch am Wochenende. Die Expert*innen verfügen über jahrelange Erfahrung und Fachwissen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen; beispielsweise stehen Ernährungswissenschaftlerinnen und Stillberaterinnen, aber auch Hebammen, Gynäkolog*innen, und Kinderärzt*innen, Müttern beratend zur Seite. Hierfür bieten sie sowohl eine kostenlose, persönliche Beratung als auch kostenfrei abrufbare Experten-Talks an. Zu erreichen ist das Team unter 08002782645 oder per WhatsApp (015116343262).

https://www.aptaclub.de/
 

Nächster Artikel
Lifestyle
Dezember 2023
Illustration: Laura Neuhäuser
Redaktion

Kostbares Nass

Aus der Wissenschaft kommen beunruhigende Signale: Deutschland wird immer trockener.