Smarte Thermostate, vernetzte Steckdosen, Sensoren oder Kameras sind für viele Haushalte längst Alltag. Smart Home sorgt für mehr Komfort, Sicherheit und einen effizienteren Umgang mit Energie. Gleichzeitig wächst mit jedem neuen Gerät später auch die Menge an Altgeräten.
Im Alltag fällt dieser Wandel kaum auf. Neue Geräte kommen hinzu, alte werden ersetzt und geraten schnell aus dem Blick. Dazu zählen Router, Hubs, smarte Thermostate oder Sensoren.
GERADE KLEINE GERÄTE GEHEN IM ALLTAG SCHNELL VERLOREN ODER WERDEN FALSCH ENTSORGT
„Viele dieser Geräte verschwinden irgendwann im Keller oder in einer Schublade“, sagt Alexander Goldberg, Vorstand der stiftung ear. „Dabei sind sie technisch gesehen vollwertige Elektrogeräte und gehören als Elektroaltgeräte korrekt zurückgegeben.“
Das Problem ist weniger fehlendes Wissen als fehlende Handlung. Alte Geräte werden aufbewahrt, weil sie scheinbar noch nützlich sein könnten. „Gerade kleine Geräte werden viel zu häufig aufgehoben und nicht zurückgegeben“, so Goldberg. „Das sind aber genau die Mengen, die im Recyclingkreislauf fehlen.“
Hinzu kommt, dass viele Smart-Home-Geräte Daten speichern. WLAN-Zugänge, Nutzerkonten oder individuelle Einstellungen mit persönlichen Informationen bleiben auf dem Gerät. Es liegt in der Verantwortung der Verbraucher und Verbraucherinnen, diese Daten vor der Rückgabe zu löschen. „Ein Smart-Home-Gerät ist im Grunde ein kleiner Computer“, sagt Goldberg. „Deshalb sollte man vor der Rückgabe die Geräte immer vollständig zurücksetzen und alle Daten löschen, um seine persönlichen Informationen zu schützen“.
Auch Batterien spielen eine zentrale Rolle. Sie stecken in vielen dieser Geräte, oft sind sie auch fest verbaut. Werden solche Geräte falsch entsorgt, können die Batterien beschädigt werden und Brände auslösen. „Deshalb gehören Elektrogeräte nicht in den Hausmüll, sondern sind richtig zu entsorgen“, sagt Goldberg.