»Gesund und fit sind Mitarbeiter motivierter«

Dezember 2015 | Handelsblatt | Gesundheit & Arbeit

»Gesund und fit sind Mitarbeiter motivierter«

Wer in die Gesundheit seiner Mitarbeiter investiert, profitiert von einer höheren Leistungsbereitschaft – ein Vorteil für beide Seiten gleichermaßen.

Stadtwerke Heidelberg / Unternehmensbeitrag

Herr Dr. Irmscher, Sie tun viel für die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter. Wieso?

 

Weil ich persönlich glaube, dass ich nur dann gute Arbeit leisten, Einsatz und Motivation zeigen kann, wenn ich gerne zur Arbeit gehe und fit und gesund bin. Erst dann kann ich meine Leistung gezielt abrufen und meine Stärken im Unternehmen einbringen. Umgekehrt wirken sich Probleme auch negativ auf die Arbeitsleistungen aus. Deshalb ist eine betriebliche Gesundheitsförderung tatsächlich eine Win-Win-Situation für Unternehmen und Mitarbeiter.

 

Was genau umfasst Ihr betriebliches Gesundheitsmanagement?

 

Unser Programm ist weit gefasst. Sie finden darin klassische Fitnesskurse wie Aquabiking und -jogging oder den Body Fit Kurs, der so stark nachgefragt wird, dass wir ihn in diesem Jahr sogar schon dreimal angeboten haben. Außerdem starten viele Teams bei großen Sport-Ereignissen wie dem jährlichen Löwenlauf, Rudern gegen Krebs oder beim BASF-Cup. Raucherentwöhnung gehört ebenso dazu wie Check-ups alle zwei Jahre, ein Ruheraum, Vorträge und Beratungsangebote. 

 

Vor allem die Check-ups haben sich schon als nützlich erwiesen.

 

Das stimmt. Bei einer unserer Führungskräfte wurde so beispielweise frühzeitig eine Herzerkrankung festgestellt, die dann mit einer Operation behoben werden konnte. Und auch bei der Darmkrebsfrüherkennung ist bereits ein Fall aufgetreten, bei dem rechtzeitig ein Eingriff durchgeführt werden konnte. Ohne den Check wäre das nicht möglich gewesen. Die Kosten, die wir als Unternehmen für diese Vorsorge tragen, sind verglichen mit dem großen Mehrwert ziemlich gering. 

 

Ist auch die Kantine Teil des Gesundheitsmanagements?

 

Absolut. Zwar müssen die Kollegen deshalb nicht auf regionale Spezialitäten verzichten, es gibt aber immer auch frische Salate und Obst – auch portionsweise für den Arbeitsplatz als Snack zwischendurch. Das setzen wir im Übrigen auch bei Besprechungen konsequent um. Die obligatorischen Kekse suchen Sie bei uns vergebens. Dafür gibt es Nüsse, Obst und Canapés mit Vollkornbrot. 

 

Ist ein betriebliches Gesundheitsmanagement auch nützlich im Kampf um neue Talente?

 

Wir sind nicht der größte Arbeitgeber in der Region, vielleicht nicht einmal auf dem Radar vieler Kandidaten. Deshalb machen wir uns natürlich Gedanken darüber, womit wir bei der Personalgewinnung punkten können. Ein umfassendes Gesundheitsangebot ist da ein nützliches Tool. Alleine reicht es aber sicher nicht aus, Kandidaten für unser Unternehmen zu begeistern.

 

Was tun Sie außerdem?

 

Wir haben beispielsweise das Forum ‚Werte und Führung’ initiiert, bei dem wir uns über eine werteorientierte Unternehmensführung austauschen. Hier haben wir regelmäßig namhafte externe Redner im Haus, die das Thema Führungskultur aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Außerdem ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr wichtig für uns. Deshalb bauen wir gerade ein Netzwerk für Pflege- und Krippenplätze auf. Mitarbeiter werden bei uns als Mensch gesehen. Wir sind überzeugt, dass uns das auch für neue Talente attraktiv macht. 

 

Dr. Rudolf Irmscher; Geschäftsführer Stadtwerke Heidelberg

 

www.swhd.de