Wenn KI mehr Arbeit macht

Künstliche Intelligenz soll Beschäftigte entlasten. Doch ausgerechnet diejenigen, die besonders gut mit ihr umgehen können, geraten unter Druck. Was Unternehmen dagegen tun können.

Das KI-Paradox: Statt entlastet zu werden, fühlen sich besonders KI-erfahrene Beschäftigte durch die Technologie stärker belastet.
Das KI-Paradox: Statt entlastet zu werden, fühlen sich besonders KI-erfahrene Beschäftigte durch die Technologie stärker belastet.
Wellhub Urban Sports Club Beitrag

Eigentlich sollte alles einfacher werden. KI schreibt E-Mails, fasst Besprechungen zusammen, analysiert Daten und übernimmt Routineaufgaben. Versprochen: mehr Zeit für Wichtiges. Doch es zeigt sich ein überraschender Effekt: Ausgerechnet diejenigen, die besonders gut mit KI umgehen, fühlen sich durch sie stärker belastet.

Das zeigt der Work-Life-Wellbeing Report 2027 von Wellhub, mit über 5.000 Befragten weltweit, darunter mehr als 500 in Deutschland. Die Studie unterscheidet zwischen KI-Einsteigern, Anwendern und Pionieren. Letztere nutzen die Technologie besonders souverän – und zahlen dafür offenbar einen Preis.
 

DIE KEHRSEITE DER KOMPETENZ


Wer sich mit KI auskennt, wird schnell zur Anlaufstelle für andere. Fragen beantworten, Anwendungen erklären: All das kommt häufig zu den eigentlichen Aufgaben hinzu.

Laut Studie übernehmen 79 Prozent der KI-Pioniere solche zusätzlichen Aufgaben. Fast jeder Vierte berichtet von täglichen Burnout-Symptomen. Auch der persönliche Austausch kann leiden: 47 Prozent der Pioniere empfinden den Kontakt zu Kollegen als weniger bedeutungsvoll.

Das Problem liegt weniger in der Technik als in ihrer Einführung. Wer neue Werkzeuge bereitstellt, ohne Aufgaben, Zuständigkeiten und Erwartungen anzupassen, riskiert zusätzliche Belastungen statt Entlastung.
 

ENTLASTUNG BRAUCHT FREIRÄUME


Was können Unternehmen tun? Zunächst klare Regeln schaffen. Laut Wellhub-Studie schätzen Beschäftigte ihre Widerstandsfähigkeit deutlich häufiger positiv ein, wenn ihr Arbeitgeber verbindliche KI-Richtlinien eingeführt hat. Ebenso wichtig ist es, Führungskräfte einzubeziehen und engagierte Mitarbeitende nicht mit der Unterstützung ihrer Kollegen allein zu lassen.

Doch gute Arbeit braucht mehr als organisierte digitale Prozesse. Wer dauerhaft leistungsfähig bleiben soll, braucht Gelegenheit, sich zu erholen, zu bewegen und soziale Kontakte zu pflegen. Hier besteht Nachholbedarf: 46 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen die Zeit fehlt, vorhandene Angebote zur Förderung ihres Wohlbefindens zu nutzen.

An diesem Punkt setzen betriebliche Gesundheitsangebote an. Wellhub Urban Sports Club ermöglicht Beschäftigten über eine Mitgliedschaft Zugang zu vielfältigen Sport- und Bewegungsangeboten. Ob Fitnessstudio, Yoga oder Schwimmen: Die Wahlfreiheit erleichtert es, einen passenden Ausgleich zum Arbeitsalltag zu finden. 

Entscheidend bleibt, dass Unternehmen nicht nur Angebote bereitstellen, sondern auch die Voraussetzungen schaffen, sie zu nutzen. Denn die Arbeitswelt der Zukunft wird nicht allein daran zu messen sein, wie intelligent ihre Technologien sind – sondern auch daran, wie gut die Menschen mit ihnen arbeiten und leben können.

wellhub.com
 

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