Meetings gehören zum Alltag vieler Beschäftigter, und oft bleibt danach vor allem eines zurück: ein Berg an Notizen, offenen Aufgaben und verstreuten Informationen. Wer mitschreibt, hört häufig nur noch halb zu – an diesem Punkt setzt das Berliner KI-Startup „Jamie“ an.
Die Software ist ein digitaler Meeting-Assistent: Sie transkribiert Gespräche, erstellt Zusammenfassungen, erkennt Aufgaben und macht Inhalte später durchsuchbar. Anders als viele bekannte KI-Tools erscheint Jamie dabei nicht als zusätzlicher Bot im Videocall. Stattdessen arbeitet die Anwendung im Hintergrund – plattformübergreifend und auch bei persönlichen Treffen. Die Software unterstützt mehr als 200 Sprachen und lässt sich unter anderem mit Outlook, Salesforce oder Google Docs verbinden.
Entwickelt wurde Jamie vor allem für regulierte und wissensintensive Branchen. Besonders im Financial-Services-Bereich, etwa bei Investmentfirmen, Beratungen oder Due-Dilligence-Prozessen, spielen Vertraulichkeit und dokumentierbares Wissen eine zentrale Rolle – darauf zielt die Plattform ab: Alle Daten werden in Europa verarbeitet und auf Servern in Frankfurt gespeichert, Inhalte werden nicht zum Training von KI-Modellen genutzt.
Jamie versteht sich dabei nicht nur als Protokollwerkzeug, sondern als Wissensarchiv. Denn wichtige Entscheidungen entstehen oft nicht mittels offizieller Dokumente, sondern im Dialog. Dieses Wissen soll langfristig verfügbar bleiben – über Teams, Projekte oder personelle Wechsel hinweg.
„Wissen verschwindet in Unternehmen oft nicht deshalb, weil es niemand ausgesprochen hat, sondern weil es später niemand mehr findet“, sagt Benedikt Böringer, Mitgründer von Jamie.
Dass der Bedarf dafür groß ist, belegen die Zahlen: Jamie wird inzwischen in über 500 Firmen eingesetzt.
meetjamie.ai