Dem Controlling die Komplexität nehmen

Juli 2020 | Handelsblatt | Innovation 4.0

Dem Controlling die Komplexität nehmen

Beitrag der CoPlanner Software & Consulting GmbH

Heinrich Nordsieck, Geschäftsführer, CoPlanner Software & Consulting GmbH
CoPlanner Software & Consulting GmbH / Anzeige

Herr Nordsieck, wo stockt die Digitalisierung des Controllings?
Wenn Sie nach Digitalisierung fragen: Die ist im Controlling bereits flächendeckend umgesetzt. Allerdings sind digitale Excel-Mappen eigentlich „EDV zu Fuß“.

 

EDV zu Fuß heißt in dem Zusammenhang?
Die Excel-Tabelle ist heute das, was Bleistift und Papier vor zehn oder zwanzig Jahren waren: Nicht mehr zeitgemäß. Business Intelligence ist nicht mehr neu und erlaubt es, ein Unternehmen auf einer verlässlicheren Datenbasis zu steuern. Die neuen Technologien beispielsweise aus der Künstlichen Intelligenz heben das Potenzial hier noch einmal deutlich an.

 

Welche Vorteile hat der Einsatz KI im Controlling?
Lassen Sie mich das anhand eines Beispiels verdeutlichen: Wir haben einen großen Kunden im Baugewerbe, der mehrere 100 Baustellen gleichzei-tig bedient. Für jede dieser Baustellen gibt es einen Verantwortlichen, der jedoch nicht unmittelbar zugeben würde, wenn etwas nicht nach Plan läuft, sondern zunächst selbst versucht, die Situation zu retten. Auf Basis von KI ließen sich solche Verzögerungen oder Planabweichungen frühzeitig erkennen, bevor sie offensichtlich werden.

 

Wobei KI-Lösungen doch immer nur so gut sind, wie die Daten, mit denen sie gefüttert werden.
Da haben Sie absolut recht. Hinzu kommt, dass jedes Unternehmen individuell ist und spezielle Anforderungen im Controlling hat. Daher ist die Kommunikation zwischen dem Controlling mit seinen speziellen Bedürfnissen und den KI-Entwicklern nicht immer leicht. Genau hier sehen wir eine unserer Kernkompetenzen. CoPlanner hat seinen Ursprung im Controlling. Wir kommen aus der Planung und haben mehr als 30 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet. Gleichzeitig verstehen wir die Algorithmen und Datenanforderungen, die der KI zugrunde liegen und können uns mit den Entwicklern austauschen. Wir bauen also Brücken zwischen beiden Welten.

 

Wie sieht so ein Brückenbau aus?
Noch ein Beispiel: wenn ein Unternehmen beispielsweise zig 1.000 Kunden und genauso viele Produkte hat, wird es für die KI schwierig, die Rohdaten zu verarbeiten. Dann gilt es, die Datenpunkte in Gruppen zusammenzufassen und der KI „mundgerecht“ bereitzustellen, und die Ergebnisse für das Controlling so aufzubereiten, dass Handlungsempfehlungen abgeleitet werden können. Dafür muss man wissen, was zusammengefasst werden kann – klassisches Controlling-Know-how – und wie die Datenpunkte definiert werden müssen – KI-Know-how. Wir können beides.

 

Ist die KI tatsächlich besser als der Mensch?
Nein, ich bin davon überzeugt, dass der menschliche Geist nach wie vor überlegen ist. Unsere Welt wird immer komplexer und wir müssen mit weniger Menschen mehr Informationen verstehen und bewerten.


Das schreit förmlich nach einer systemischen  Automation. Die Coronakrise zeigt es gerade: eine zu starre Automation, selbst mit KI, kann darauf nicht reagieren. Dann muss der Fachbereich selbst sein System so anpassen können, dass die neue Situation berücksichtigt wird, sonst wird wieder auf Excel ausgewichen – wesentlich aufwändiger, fehleranfällig und nicht integriert. Denn was man heute baut, kann in zwei bis vier Monaten schon überholt sein. Daher sind anpassungsfähige Systeme das A und O, die sich nicht in der Technik verlieren, sondern dem Controlling ein flexibles Werkzeug an die Hand geben.  

 

 

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