Auf 2.962 Metern, im Panorama-Gipfelrestaurant der Zugspitze, ist der Klimawandel keine Theorie. Der alpine Raum erwärmt sich schneller als viele andere Regionen Europas – mit unmittelbaren Konsequenzen für Tourismus, Energieversorgung, Infrastruktur und Lebensqualität. Der 3. AlpenKlimaGipfel hat daraus eine klare Konsequenz gezogen: Statt weiterer Diagnosen setzt sich das Format mit Antworten auseinander. Unter dem diesjährigen Motto „Tu es! Wie wir den Wandel durch Handeln wirksam gestalten“ fanden sich am 23. und 24. Juni 2026 rund 40 führende Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft, Politik, Sport und Zivilgesellschaft im höchsten TV-Studio Deutschlands und Österreichs zusammen.
In 14 Panels und Impulsformaten vor rund 200 Teilnehmenden – darunter Studierende der Deutschen Sporthochschule Köln, des Management Center Innsbrucks und der Universität Innsbruck – wurde ein Satz zur Prämisse: Die Frage, ob sich der alpine Raum verändert, ist beantwortet. Die Frage, die zählt, lautet: Wie entschlossen reagieren wir darauf? Marc Zebisch (Eurac Research), Marc Olefs (GeoSphere Austria) und Michael Lehning (ETH Lausanne / SLF) übersetzten aktuelle Klimaforschung in umsetzbare Strategien. Katharina Zwettler (Alpiner Klimabeirat der Alpenkonvention) betonte: „Eine neue Studie zeigt, dass sich mehr als 90 Prozent der Menschen in Europa für Klimaschutzmaßnahmen aussprechen.“ Im Live-Podcastformat der österreichischen Tageszeitung „DerStandard“ analysierte Social-Impact-Investor Charly Kleissner – einst Wegbegleiter von Steve Jobs im Silicon Valley – mit Journalist Zsolt Wilhelm, wie nachhaltige Transformation in der Praxis gelingt.
Glaziologin Andrea Fischer (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wissenschaftlerin des Jahres 2023 und Mitglied des Advisory Boards des AlpenKlimaGipfels) fasste den Anspruch des Formats zusammen: „Der Alpenraum ist kein abstraktes Forschungsobjekt – er ist ein Lebensraum, der sich in Echtzeit verändert. Was wir jetzt brauchen, sind interdisziplinärer Austausch und Mut für Veränderung.“ Advisory-Board-Mitglied Ralf Roth (Deutsche Sporthochschule Köln, Initiator des Expertenforums Klima.Sport. Schnee) benennt das Alleinstellungsmerkmal des Formats: „Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Tourismus, Sport, Medien und Zivilgesellschaft kommen hier zusammen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die konstruktive Atmosphäre macht den AlpenKlimaGipfel zu einem einzigartigen Netzwerkformat.“
ALPS FUTURE AWARD: WIRKUNG STATT VERSPRECHEN
Erstmals wurde im Rahmen des AlpenKlimaGipfels der Alps Future Award verliehen – initiiert von der Lebensraum Tirol Gruppe und dem alpenweiten Tourismusnetzwerk AlpNet. Aus 75 Einreichungen aus dem gesamten Alpenraum selektierte eine siebenköpfige Fachjury die wirkungsstärksten Projekte. In der Kategorie „Lebensraum Tirol“ überzeugte HELIOPLANT® – ein baumförmiges Photovoltaiksystem, das sich durch Luftverwirbelungen selbst schneefrei hält und am Tiefenbachgletscher in Sölden künftig rund 35 % des Strombedarfs der Bergbahnen abdecken soll. In der Kategorie „Tourismus“ gewann das OLM Nature Escape im Südtiroler Ahrntal: eines der ersten nahezu energieautarken Eco-Aparthotels im Alpenraum – eigenfinanziert, mit 87,5 % Auslastung.
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