Royal Enfield wird in diesem Jahr 125. Wofür steht die Marke heute?
125 Jahre ununterbrochene Produktion sind tatsächlich etwas Besonderes. Viele Motorradmarken sind irgendwann verschwunden und später wiederbelebt worden. Royal Enfield ist dagegen immer Teil des Motorradlebens geblieben – auch durch schwierige Zeiten. Für uns ist das keine Marketinggeschichte, sondern gelebte Tradition. Gleichzeitig stehen wir heute bewusst für Motorräder, die einfacher sind. Viele Maschinen sind in den letzten Jahren immer komplexer geworden, mit viel Elektronik. Das funktioniert gut, aber es gibt auch viele Fahrerinnen und Fahrer, die ein direkteres, pures Erlebnis suchen. Genau dafür steht Royal Enfield: bezahlbare Motorräder, bei denen das Fahren selbst im Mittelpunkt steht.
Warum hat Royal Enfield seine erste eigene europäische Vertriebsniederlassung ausgerechnet in Deutschland gegründet?
Deutschland ist der wichtigste Motorradmarkt in Europa – und zugleich einer der anspruchsvollsten. Das Händlernetz sowie Kundinnen und Kunden erwarten ein sehr hohes Niveau bei Qualität, Service und Markenauftritt. Deshalb haben wir entschieden, den Vertrieb hier selbst zu übernehmen und damit auch die Verantwortung. Es geht uns dabei nicht nur um Verkaufszahlen. Mit einer eigenen Niederlassung können wir die Marke langfristig stärker entwickeln.
Welche Rolle wird das Zweirad künftig in der Mobilität spielen?
Motorräder können gerade im urbanen Verkehr eine sehr sinnvolle Lösung sein. Sie verbrauchen wenig Kraftstoff und sind gleichzeitig agil im Alltag. Unsere 350er-Modelle, wie die Classic 350, liegen bei rund drei Litern Verbrauch. Gleichzeitig bieten Motorräder etwas, das viele Menschen im Auto zunehmend vermissen: Freiheit. Wer vom Motorrad absteigt, hat meist ein Lächeln im Gesicht. Für viele Strecken zwischen fünf und hundert Kilometern ist das Motorrad schlicht ein ideales Verkehrsmittel.
www.royalenfield.com
Edgar Kleinbergen, Country Manager DACH-Region von Royal Enfield