Erfolgreich mit Diversity

März 2021 | Capital | Unternehmertum

Erfolgreich mit Diversity

Beitrag von wayra

Stephanie Mayer (l.), Gründerin von vCOACH Katrin Bacic (r.), CSO wayra Deutschland
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Frau Bacic, wayra, als weltweit größter Corporate Accelerator, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Diversity zu fördern. Wie sieht das konkret aus?
Das Team von wayra Deutschland ist zur Hälfte weiblich, das gilt auch für die Geschäftsführung. Wir leben Diversity also schon immer. Seit diesem Jahr messen wir den Erfolg unserer Mitarbeitenden auch formal an ihren Bemühungen um das Thema. Unsere Venture Development ManagerInnen etwa sind angehalten, gezielt förderungswürdige Start-ups zu suchen, die rein weiblich geführt sind oder zumindest ein gemischtes Führungsteam aufweisen. Zudem setzen wir erfolgreich auf MentorInnen. Wir tun das aus Überzeugung. Aber auch, weil gemischte oder rein weibliche Start-ups erwiesenermaßen bis zu zehn Prozent mehr Gewinn machen und sich länger am Markt halten. Dennoch sind nur 16 Prozent weiblich gegründet – da muss noch etwas passieren!

 

Frau Mayer, Ihr erfolgreiches Start-up vCOACH wird von wayra Deutschland begleitet. Wie erleben Sie die Atmosphäre dort?
Vor Ort und in der Community erlebe ich eine große Bandbreite an Diversität – auch, was Nationalitäten und beruflichen Hintergrund angeht. Es gibt für viele Herausforderungen Menschen, die das Problem schon mal gehabt haben oder kreative Ideen haben. Ich finde hier einen großen Erfahrungsschatz.

 

Frau Bacic, wie kann die Start-up-Szene noch diverser werden?
Wir brauchen mehr Kapitalgeber, die Diversity ernstnehmen und fördern: Gründerinnen stellen ihre Idee oft realistischer und nüchterner dar – das darf ihnen nicht mehr als Schwäche ausgelegt werden. Weibliche Business Angels helfen hier sicher auch. Es braucht mehr Netzwerke und Plattformen für Gründerinnen und besseren Zugang zu Fördergeldern. Und Diversity beginnt schon in der Schule: Immer noch bekommen Mädchen zu hören, MINT-Fächer oder die Wirtschaft seien nichts für sie. Das ist im 21. Jahrhundert einfach nicht zu akzeptieren.

 

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