Rückwirkende Förderung ab 2026 noch attraktiver

Ein Beitrag von Hentschel Fördermittelberatung

Sabine Hentschel, Fördermittelberaterin für F&E
Sabine Hentschel, Fördermittelberaterin für F&E
Hentschel Fördermittelberatung Beitrag

Noch immer beantragen vor allem kleine und mittlere Unternehmen zu selten Fördermittel – obwohl sie es sind, die mit neuen Produkten und Verfahren Innovationskraft in die Breite tragen. Aus Unwissenheit oder Zeitmangel wird die finanzielle Unterstützung oft nicht in Anspruch genommen. Die Folge: wertvolle Liquidität bleibt ungenutzt. 

Die Forschungszulage hat sich klar zum Flaggschiff der Förderlandschaft etabliert und ist nach wie vor die einzig rückwirkende Fördermöglichkeit in Deutschland – bis zu vier Jahre nach Ablauf des jeweiligen Wirtschaftsjahres. Aktuell können somit noch Anträge für das Jahr 2022 gestellt werden. Ab 2026 hat die Bundesregierung eine Schippe draufgelegt und macht das Ganze noch attraktiver. Unter anderem wurde die Bemessungsgrundlage auf 12 Millionen Euro erhöht. Das eröffnet Unternehmen eine Förderung von bis zu 4,2 Millionen Euro pro Jahr. 

Gefördert werden eigenbetriebliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte ebenso wie Auftragsforschung. Antragsberechtigt sind alle in Deutschland steuerpflichtigen Unternehmen, vom Start-up über den Mittelstand bis hin zum Konzern. Auch Unternehmen ohne Gewinne profitieren, da die Forschungszulage als Steuergutschrift ausgezahlt werden kann.

Damit ist sie besonders attraktiv für junge, forschungsintensive Unternehmen ebenso wie für etablierte Betriebe, die kontinuierlich in Innovation investieren. Wichtig ist die Überzeugungskraft des Antrags. Diese entsteht nicht durch blumige Formulierungen, sondern durch technologische Substanz und eine präzise Darstellung des Innovationssprungs.

Bevor Unternehmen auf Zuschüsse verzichten, sollten sie prüfen lassen, was möglich ist. Externe Expertise kostet zwar – Nichtstun kostet aber meist mehr. Zumal Förderung kein einmaliges Projekt bleiben muss, sondern ein wiederkehrender Baustein in der Budgetstrategie sein sollte. 

hentschel-foerdermittel.de
 

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