SKF baut leistungsfähigstes Großlager-Prüfzentrum der Welt

Juli 2015 | Wirtschaftswoche | Innovation!

SKF baut leistungsfähigstes Großlager-Prüfzentrum der Welt

Mit der 40-Millionen-Investition in ein „Super-Prüfzentrum“ will SKF künftige Großlager viel präziser und effizienter als bislang möglich auf ihre späteren Aufgaben zuschneiden.

SKF / Unternehmensbeitrag

Das sorgt für höhere Robustheit und Zuverlässigkeit kommender Großlager-Generationen.

 

Zwei innovative Prüfstände sollen dazu beitragen, den Energie- und Materialverbrauch bei der Produktion kommender Großlager-Generationen drastisch zu senken. Außerdem wird das Prüfzentrum die Effizienz von Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien optimieren.


„Mit unseren neuen Prüfständen betreten wir technologisches Neuland“, erläutert Bernd Stephan, Senior Vice President Group Technology Development bei SKF, „denn deren Leistungsvermögen wird zum Teil weit oberhalb der bis dato verwirklichten Einrichtungen liegen.“ So werde der größere Prüfstand mit Schwerpunkt Windenergie beispielsweise Rotorlagerungen abdecken können, die über die Zehn-Megawatt-Klasse hinausreichen. Der Außendurchmesser solcher Lager könne bis zu sechs Meter betragen. „Hinzu kommt, dass dieser Prüfstand nicht nur ein einzelnes Lager aufnehmen, sondern gleich die komplette Lagerungseinheit überprüfen kann – also quasi die Original-Konstruktion inklusive entsprechender Bauteile des Kunden“, so Stephan. Sinn und Zweck derartiger Fähigkeiten sei es, Großlager künftig viel genauer auf ihre individuelle Anwendung hin entwickeln zu können, um dadurch deren Robustheit und Zuverlässigkeit zu steigern.

Aus diesem Grund wird selbst der „kleinere“ der beiden neuen Teststände die heute existente Prüftechnik deutlich übertreffen, etwa in Sachen Dynamik, maximale Kräfte und Biegemomente sowie Drehzahlen. „Wir betreiben diesen Aufwand, weil die derzeit verfügbaren rechnerischen Simulationsmodelle einfach nicht imstande sind, wirklich realitätsnahe Prognosen zu treffen“, so Dr. Martin Göbel, Leiter des Prüfzentrum-Projekts bei SKF in Schweinfurt. „Die neuen Teststände werden diesbezüglich Abhilfe schaffen und uns Einblicke in bisher unzugängliche Abläufe ermöglichen. Dank der entsprechenden Erkenntnisse wird das neue Testzentrum ein bahnbrechendes Instrument, um vielen Kunden in den verschiedensten Industriezweigen einen anwendungsoptimierten Weg in eine energieeffizientere Zukunft zu ebnen!“

„Weil wir in Schweinfurt schon seit 1990 Großlager für die Windindustrie fertigen, verfügen wir hier längst über die erforderliche ,XXL-Infrastruktur‘, zum Beispiel in Sachen Fertigungstechnologie, Material- und Großlagertransport innerhalb der Fabrik, außerdem die Verpackungs- und Versandlogistik, etc.“, erklärt Manfred E. Neubert, Vorsitzender der Geschäftsführung der SKF GmbH. Abgesehen davon habe bei der Entscheidung für Schweinfurt auch das hier konzentrierte Know-how eine maßgebliche Rolle gespielt: „Wichtige Schlüsselfunktionen wie Produktentwicklung und -design sowie Kundenberatung und Anwendungstechnik für Großlager befinden sich bei uns allesamt ,vor Ort‘. Insofern ist das neue Testcenter quasi der letzte Puzzlestein, der unser Schweinfurter ‚Großlager-Kompetenzzentrum‘ bald komplettiert. Damit wird SKF – auch dank der Unterstützung durch Bund und Bayern – in Mainfranken eine ,Großlager-Metropole‘ schaffen, wie man sie kein zweites Mal findet.“
Seinen Betrieb soll das innovative Prüfzentrum im Laufe des Jahres 2017 aufnehmen.


www.skf.de