GEO erweitert den Blick

GEO verlagert Sichtbarkeit in KI-Antworten. Marius Meiners zeigt, wie Peec AI Marken dort verlässlich präsent macht.

MARIUS MEINERS, CEO und Gründer von Peec AI
MARIUS MEINERS, CEO und Gründer von Peec AI
Peec AI Beitrag

Herr Meiners, was bedeutet GEO genau?

GEO steht für „Generative Engine Optimization“. Es geht darum, die eigene Marke in KI-Systemen so zu positionieren, dass diese von KI-Assistenten empfohlen wird, sobald Menschen Fragen zu Produktkategorien stellen. Das ist grundlegend anders als klassische Suchmaschinenoptimierung (SEO), da die zugrunde liegende Technologie (LLMs) anders funktioniert als der Google-Algorithmus.
 

Warum wird das gerade so wichtig?

Ein immer größerer Teil der Produktrecherche verlagert sich zu Assistenten wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini. Entscheidend ist dort nicht mehr die Platzierung in der Suchergebnisliste, sondern ob die Systeme eine Marke als verlässliche Quelle erkennen und aktiv empfehlen. Konsument:innen suchen nicht mehr nach Schlagwörtern, sondern stellen der KI konkrete Fragen – etwa: Welche Haftpflichtversicherung bietet den besten Schutz? – und erwarten eine klare, belegte Empfehlung.
 

Was macht Peec AI in diesem Umfeld?

Wir messen systematisch, wie Marken in KI-Antworten erscheinen: Wird die Marke genannt? In welchem Kontext? Mit welchen Stärken oder Schwächen? Und aus welchen Quellen speist sich das? Dafür spielen wir reale Nutzerfragen auf verschiedene Modelle und wiederholen das täglich. Aus den Antworten lesen wir Nennungen, Tonalität und Quellen aus und machen sichtbar, wo Präsenz fehlt – bei Fachmedien, Datenportalen, Foren oder sozialen Netzwerken. Aus den Mustern leiten wir konkrete Schritte ab, damit Marken künftig häufiger als Quelle auftauchen.
 

Worin unterscheidet sich GEO von klassischer SEO?

In der Suchmaschinenoptimierung geht es viel darum, Schlagwörter in Texte einzubauen oder Links auf anderen Seiten zu generieren. Diese Maßnahmen waren wichtig, um dem fundamental recht begrenzten Google-Algorithmus Autorität zu signalisieren. In der Welt moderner KI-Modelle sind viele dieser Ansätze nicht mehr relevant, da diese Systeme Texte sehr gut interpretieren können. Sie verstehen, wann eine Marke in welchem Kontext erwähnt wird und wie über verschiedene Produkte im Internet gesprochen wird.
 

Wie startet man ohne großen Umbau?

Mit einer nüchternen Bestandsaufnahme: Welche Fragen stellen Menschen zu meiner Industrie? Was antworten die Modelle heute? Welche Quellen werden genannt? Das ergibt ein klares Lückenbild. Dann geht es darum, Inhalte gezielt dort zu platzieren, wo die Modelle nachschlagen, Antworten auf diese Fragen zu generieren. GEO ist am Ende Handwerk: messen, verstehen, nachsteuern.
 

Ein kurzer Blick auf die Geschichte von Peec AI?

Die Idee entstand, als durch unser eigenes Verhalten deutlich wurde, wie das Suchverhalten in Richtung KI-Modelle kippt. Jeder im Team nutzte schon früh ChatGPT deutlich mehr als Google. Als wir mit Leuten aus der SEO-Szene über das Thema gesprochen haben, ist uns aufgefallen, wie präsent es für die Expert:innen bereits war und dass es noch kaum Lösungen am Markt gab.
 

Und wer ist Marius Meiners?

Ich habe ursprünglich professionell E-Sports gespielt, dann als Softwareentwickler gearbeitet und anschließend zwei Jahre in der Venture-Deals-Abteilung von PwC an M&A-Transaktionen und Wagniskapital-Investments mitgearbeitet. Meine beiden Co-Founder Daniel und Tobias und ich haben uns dann bei Antler – einem Pre-Seed-Accelerator hier in Berlin – kennengelernt und uns sofort super verstanden.
 

Ihr Ausblick: Wie wichtig wird GEO in den nächsten Jahren?

Sehr wichtig. KI-Assistenten werden zum ersten Kontaktpunkt für viele Entscheidungen. Wer seine Präsenz und Quellenqualität systematisch managt, gewinnt die Antworten – und mit den Antworten Aufmerksamkeit, Leads und Vertrauen. Wer nicht vorkommt, verpasst die Entscheidungsmomente der Nutzer:innen.

www.peec.ai
 

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