Kernkompetenz Finance

Der SAP-Spezialist CONSILIO unterstützt seine Kunden auf dem Weg zum digitalen Unternehmen. Ein essenzieller Baustein für den erfolgreichen Umstieg ist der Smart-Finance-Ansatz.

Holger Dunkel, Partner Finance, CONSILIO GmbH
Holger Dunkel, Partner Finance, CONSILIO GmbH
CONSILIO Beitrag

Herr Dunkel, warum ist der Umstieg auf S/4HANA für Unternehmen so wichtig?
Der Umstieg auf S/4HANA bietet unter anderem durch das neue Datenmodell und die Rückkehr zum Standard vereinfachte, entschlackte Prozesse. Zudem gestatten die vielen neuen oder überarbeiteten Funktionen eine nachhaltige Stärkung der Wirtschaftlichkeit im klassischen Tagesgeschäft und ermöglichen die Identifikation neuer Chancen.

Doch wie hängt das mit dem Bereich Finance zusammen?
Bei der S/4-Transformation stellt der Finance-Bereich eine Besonderheit dar, da einige Neuerungen unter S/4HANA Pflicht sind, also implementiert werden müssen. Das verunsichert viele Entscheider, weil oftmals unklar ist, auf welche Weise sich diese Herausforderungen meistern lassen.

Was bedeutet das für die Praxis?
Partner wie CONSILIO verfügen über eine weitreichende Expertise im Finance-Bereich. Sie können die Herausforderungen realistisch einschätzen und geben dadurch den Kurs im Projekt vor. Außerdem bringen sie in vielen Fällen hauseigene Transformationsmethodologien mit, die als Projektbeschleuniger in die Transformation einfließen und dabei helfen, unternehmensspezifische Hürden zu nehmen. Ein Beispiel dafür ist etwa die vielfach bewährte, agile Transformationsmethode „SAP Activate Tailored by CONSILIO“.  

Welche neuen Finanzfunktionen in S/4HANA zählen für Sie zu den Highlights?
Als Partner und Berater bei CONSILIO, der viele Kundenprojekte begleitet, kommen mir vor allem vier Top-Themen in den Sinn: Margin Analysis, Material Ledger, die parallele Rechnungslegung und die neue Anlagenbuchhaltung. Das sind Themen, denen unsere Kunden beim Umstieg besondere Aufmerksamkeit schenken.

Können Sie kurz die Benefits der vier Funktionen umreißen?
Im Sinne des Smart-Finance-Gedankens sind diese Funktionen den Bereichen Optimierungen und Innovationen zuzuordnen. So ermöglicht die SAP auf S/4-On-Premise-Systemen sowohl die buchhalterische (Margin Analysis) als auch die klassische kalkulatorische Ergebnisrechnung – die aber langfristig nicht mehr weiterentwickelt wird. On-Premise sind daher beide Verfahren parallel nutzbar und erlauben eine EBIT(DA)-Darstellung nach Umsatzkostenverfahren (UKV oder GKV). Bei Public-Cloud-Systemen ist der Weg vorgegeben, da nur noch die Margin Analysis mit ihren Innovationen zum Einsatz kommt.  

Das Material Ledger gestattet daneben die Bestands- und Materialbewertung in verschiedenen Währungstypen sowie eine Ist-Kalkulation über alle Stufen der Produktionskosten inkl. Preisfortschreibung. 

Neue Funktionalitäten im Hauptbuch sind bereits auf Vorgängersystemen verfügbar, werden aber mit S/4 zum Standard – heißt, Anwender müssen sich jetzt Gedanken dazu machen, in welcher Form sie in ihre Unternehmensstruktur passen, ob z. B. eine parallele Rechnungslegung erforderlich ist und ob diese zukünftig über Ledger abgebildet werden soll. Weitere Vorteile sind unter anderem die Möglichkeit zur Echtzeitintegration von CO ins FI, Bilanzierungsmöglichkeiten auf Profitcenter-, Segment- und Geschäftsbereichsebene mittels Belegaufteilung sowie die Beschleunigung des Periodenabschlusses. Die neue Anlagenbuchhaltung profitiert hingegen von der Umstellung auf S/4 durch das neue Datenmodell. Besondere Highlights sind etwa die bessere Unterstützung der parallelen Rechnungslegung und die Echtzeitintegration für mehrere Rechnungslegungsvorschriften.

Sie erwähnten den Begriff Smart Finance, was steckt dahinter?
Smart Finance beschreibt ein holistisches Konzept von CONSILIO für die Realisierung relevanter Finance-Themen – vor, während und nach der S/4-Transformation. Es umfasst die fünf Themenkomplexe Harmonisierung, Innovationen, Optimierungen, Standardisierung und Benefits. Damit handelt es sich um eine gleichzeitig operative, taktische und strategische Herangehensweise die Finanzthemen im Unternehmen zu 
gestalten.


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