Circular Economy: Wiederverwenden statt wegwerfen

Juli 2015 | Wirtschaftswoche | Der starke Mittelstand

Circular Economy: Wiederverwenden statt wegwerfen

Die Zeit der Verschwendung von Rohstoffen und Materi­alien ist vorbei. Nachhaltigkeit findet Einzug in den Markt. Wer das erkennt, ist weit vorn im Wettbewerb.

iPOINT-SYSTEMS GMBH / Unternehmensbeitrag

Das neueste Smartphone, den modernsten Flachbildfernseher oder das aktuellste Automodell zu besitzen, kann in Zeiten knapper werdender Ressourcen nur dann funktionieren, wenn ausgediente Produkte und -bestandteile nach der Nutzungsphase nicht einfach weggeworfen werden. Vielmehr müssen die darin enthaltenen Rohstoffe und Materialien über den Lebenszyklus des Produkts hinaus weiterverwertet und in eine produktive Verwendung geführt werden. „Das auf diesem Prinzip basierende Wirtschaftsmodell der Circular Economy, also der Kreislaufwirtschaft, wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen“, erklärt Jörg Walden, Geschäftsführer von iPoint-systems, dem Softwarespezialisten für Produkt-Compliance- und Nachhaltigkeitslösungen. „Künftig wird der Total Life Cycle Value eines Produkts zunehmend im Mittelpunkt stehen. Dabei wird der Gesamtwert eines Produkts hinsichtlich Lebenszyklus für Kunden, Hersteller und Gesellschaft erhöht, während die durch Produktherstellung und -entsorgung bedingten Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit reduziert werden.“ Ein Aufwand, der sich auch für Unternehmen lohnt: Studien belegen schon heute, dass nachhaltige Marken deutlich erfolgreicher sind. In Zukunft könnte Nachhaltigkeit vielleicht sogar das entscheidende Kaufkriterium werden.


Weitere Anforderungen, sich mit dem Lebenszyklus und der Lieferkette der eigenen Produkte zu beschäftigen, kommen von offizieller Seite – etwa über Gesetze wie den „Dodd–Frank Act“. Dieser gilt zwar nur für Unternehmen, die durch die US-Börsenaufsicht reguliert werden, doch aufgrund der globalen Liefernetzwerke hat diese Regelung weltweite Auswirkungen. Dort heißt es in Absatz 1502, dass Unternehmen jährlich die Verwendung so genannter Konfliktrohstoffe (Zinn, Tantal, Gold, Wolfram) innerhalb ihrer Produkte offenlegen müssen. Stammen die Ressourcen aus der Demokratischen Republik Kongo oder deren Nachbarländern, muss ein auditierter Bericht mit umfassenden Informationen zu Herkunft und Verwendung vorgelegt werden. In der Regel gibt es viele kleine Zwischenschritte, die es schwer machen, den Weg der Konfliktrohstoffe vom Abbau bis zum finalen Produkt zu dokumentieren. „Die größte Herausforderung ist wohl eine schnelle und gleichzeitig beständige Datener­hebung entlang der Lieferkette“ sagt Walden, der mit seiner cloud-basierten iPoint Conflict Minerals Platform eben genau diese Dokumentation für mittlerweile Zehntausende Unternehmen aus den verschiedensten Branchen ermöglicht. Auch die EU bereitet gerade eine eigene Gesetzgebung zu Konfliktrohstoffen vor. Parallel dazu will die EU bis Ende dieses Jahres eine ambitionierte „Circular-Economy-Strategy“ vorlegen, die langfristig die Wettbewerbsfähigkeit Europas im Bereich der Ressourceneffizienz steigern soll.


„Wir bieten unseren Kunden heute schon Lösungen für die Anforderungen von morgen“, erläutert Jörg Walden iPoints Mission. Genau dieser Pioniergeist und diese Weitsicht sind wohl der Grund, warum die iPoint-systems GmbH bereits mehrfach für die Innovationskraft ihrer Compliance- und Nachhaltigkeitslösungen ausgezeichnet wurde. 2001 gegründet, ist iPoint mittlerweile an zehn Standorten weltweit präsent. Über 100 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die rund 30.000 Kunden aus etwa 80 ver­schiedenen Ländern Software und Services erhalten, um die Gesetzeskonformität ihrer Produkte sicherstellen zu können und weitergehende Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Tendenz steigend: Allein im April haben sich 1.500 weitere Kunden für Innovationen von iPoint-systems entschieden.

 



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