Wohlfühlatmosphäre

Juni 2021 | Die Zeit | Arbeitswelt der Zukunft

Wohlfühlatmosphäre

Das P.O.T. Beratungsteam entwickelt seit über 30 Jahren Büroflächen für die Arbeitswelten der Zukunft und vereint Gestaltung, Umsetzung, strategische Beratung und Mitarbeiterbeteiligung.

Thomas Pfeiffer, Geschäftsführer, P.O.T. Beratungs- team GmbH
P.O.T. Beratungsteam GmbH / Beitrag

Die Arbeitswelt verändert sich und damit auch der Ort des Arbeitens. Wie sehen hier die Entwicklungen aus?

Zum einen ändert sich die Arbeitsorganisation. Homeoffice, mobiles Arbeiten und die Präsenz am Arbeitsplatz werden sich zu ganz neuen Modellen verbinden. Dann erledigen Sie zum Beispiel vormittags von zuhause aus E-Mails oder Telefonate und fahren danach für einige Stunden ins Büro, um dort mit den Kollegen zusammenzutreffen und gemeinsam an Projekten zu arbeiten. An manchen Tagen bleiben Sie vielleicht ganz zuhause oder arbeiten in einem Coworking Space. Agile Arbeitsformen werden ebenfalls immer wichtiger. Und auch die Führungskultur wird sich verändern – Führen auf Distanz wird die Regel sein, und das heißt Führen mit Vertrauen und weniger Kontrolle.

 

Das alles wirkt sich auf den Ort der Arbeit aus. Wenn sich häusliche und Büroarbeit verbinden, müssen Unternehmen ihre Flächen so gestalten, dass sich die Menschen dort wohlfühlen und gerne hinkommen. Letztendlich geht es doch um die Frage: Warum soll ich eigentlich noch ins Büro kommen? Nur wenn mein Unternehmen mir modernes und flexibles Arbeiten erlaubt – auch über die Arbeitsplatzgestaltung, schaffe ich eine Art „Heimathafen“ und Identität. Das ist auch eine Frage der Mitarbeiterbindung!

 

Wie hat die Pandemie diese Entwicklungen beeinflusst?

Die Pandemie hat vor allem die bestehenden Entwicklungen unglaublich beschleunigt. Cloudbasierten IT-Konzepten wie dem Einsatz von Sharing Tools und natürlich Videokonferenzen wird weniger Misstrauen entgegengebracht, ihre Umsetzung geschieht schnell und unkompliziert. Die Menschen sind es mittlerweile gewohnt, dass Technik funktioniert und jederzeit zur Verfügung steht – zuhause, aber auch im Büro. Für agile Konzepte wie Scrum werden flexible Flächen gefordert, die auch spontan zur Verfügung stehen, und unkompliziert umgebaut werden können. Die Menschen haben zudem quasi im Schnelldurchgang viel über Selbstorganisation gelernt. Manchen fällt sie auch im Homeoffice leicht, andere brauchen vorgegebene Strukturen. Auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Arbeitstypen müssen Unternehmen jetzt noch viel stärker eingehen als schon zuvor.

 

Sie setzen für Unternehmen neue Arbeitsflächen um. Wie gehen Sie da vor?

Wir vereinen Planung und Umsetzung von Raumkonzepten mit strategischer Beratung und Change Management. Das bedeutet, dass wir uns in Strategieworkshops zunächst sehr intensiv mit der Unternehmensführung unterhalten. Wo geht es hin mit dem Unternehmen? Wie soll gearbeitet werden, wie wird geführt und welche Trends gibt es in der Arbeitswelt? Danach geht es an Planung und Umsetzung. Diese bezieht sich nicht nur auf die rein physische Gestaltung der Fläche. Entscheidend ist, die Mitarbeiter an Bord zu holen, ihre Bedürfnisse zu hören und vor allem die Maßnahmen gut zu erklären. Der schönste Creative Space nützt nichts, wenn er nicht angenommen wird. Nur wenn die Mitarbeiter sinnvoll mit einbezogen und abgeholt werden, können neue Arbeitskonzepte zukünftig erfolgreich sein.

 

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