Ja zu Industrie 4.0 - aber nur mit MES!

März 2015 | Wirtschaftswoche | Zukunft Technologie & Innovation

Ja zu Industrie 4.0 - aber nur mit MES!

Wie Fertigungsunternehmen Impulse aus dem mittlerweile etablierten Hypethema Industrie 4.0 für ihre Zwecke nutzen können.

MPDV Mikrolab GmbH / Anzeige

Prof. Kletti, warum dürfen Fertigungsunternehmen Industrie 4.0 nicht verpassen und welche Handlungsempfehlungen leiten Sie daraus ab?

 

Industrie 4.0 ist der Motor, der unsere Wirtschaft in Richtung globale Wettbewerbsfähigkeit treibt. Daher ist es für uns als HighTech- und Hochlohnland von enormer Bedeutung, mit dabei zu sein. Allerdings bedeutet das nicht, dass wir jede noch so moderne Technologie nutzen müssen, die irgendwo auf der Welt angeboten wird. Vielmehr müssen wir uns erst einmal auf unsere Kompetenzen und bereits bewährte Lösungen konzentrieren und den Einsatz innovativer Technologien daran orientieren.

 

Was bedeutet das konkret für die deutsche Fertigungsindustrie?

 

Um zukünftig im globalen Wettbewerb zu bestehen, müssen deutsche Fertigungsunternehmen flexibel auf die Wünsche ihrer Kunden reagieren. Konkret heißt das z.B. kleinere Losgrößen und mehr Varianten. Um die daraus resultierende Komplexität im Fertigungsalltag beherrschen zu können, brauchen Fertigungsunternehmen flexible IT-Tools wie z.B. Manufacturing Execution Systeme (MES). Diese sorgen als zentrale Informations- und Datendrehscheibe für mehr Transparenz in der Produktion, synchronisieren die Fertigung mit anderen Unternehmensprozessen und ermöglichen so die Steigerung der Gesamteffizienz. Außerdem ist ein MES optimal geeignet, um die wachsende Komplexität auch weiterhin zu beherrschen.

 

Was leistet ein MES konkret, um diese Ziele zu erreichen?

 

MES-Systeme wie HYDRA von MPDV dienen zur Erfassung und Auswertung aller Daten entlang der Wertschöpfungskette. Zudem ermöglichen unsere MES-Lösungen eine granulare Feinplanung, die sich an den real zur Verfügung stehenden Kapazitäten orientiert. Aber auch dezentrale Prozesse wie z.B. eKanban können mit HYDRA synchronisiert werden. Kurz gesagt, HYDRA bildet die zentrale Informations- und Datendrehscheibe in der Fertigung. Durch die gesteigerte Transparenz in der Produktion werden dadurch Optimierungen der Fertigungsprozesse unterstützt. So können große Einsparpotenziale in der Produktion aufgedeckt werden. Zudem bleibt die wachsende Komplexität beherrschbar. Wichtig ist: Da wir uns in der Fertigung in „Echtzeit“ bewegen, muss die Funktion der Datendrehscheibe von einem echtzeitfähigen System übernommen werden – das kann nur ein MES-System sein.

 

Was ist das Neue daran?

 

Die Aufgaben eines MES sind in der VDI-Richtlinie 5600 festgelegt – auch die Integration aller Funktionen. Trotzdem haben es bisher nur wenige Anbieter geschafft, ein MES mit voller Funktionsbreite und umfassender Integration auf den Markt zu bringen. Mit Industrie 4.0 wird es aber ohne übergreifende Organisation, Auswertungen und Steuerung nicht funktionieren. Neu ist also, dass immer mehr Fertigungsbetriebe auf ein integriertes MES angewiesen sind – nur ist das noch nicht allen bewusst.

 

Was empfehlen Sie also?

 

Wir empfehlen Fertigungsunternehmen, flexible und zukunftssichere MES-Lösungen wie z.B. das integrierte MES HYDRA mit bewährten Lean Production-Methoden zu kombinieren. Diese Kombination aus schlanken Prozessen und flexibler Fertigungs-IT halten wir für eine optimale Ausgangsbasis für einen wohl überlegten Weg zur perfekten Produktion – auch im Sinne von Industrie 4.0.

 

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Kletti; geschäftsführender Gesellschafter, MPDV Mikrolab GmbH

mpdv.info/wiwoindustrie40