Die Zukunft der ERP-Software

März 2019 | Wirtschaftswoche | Technologien der Zukunft

Die Zukunft der ERP-Software

Geschwindigkeit, Vernetzung, Innovation: Die digitale Transformation der Wirtschaft verlangt Unternehmen viel ab.

Holger Schüler, Bereichsleiter Cloud und Services, KUMAVISION AG
KUMAVISION AG / Beitrag

Holger Schüler, Bereichsleiter Cloud und Services beim Markdorfer ERP-und CRM-Spezialisten KUMAVISION AG, zeigt, wie moderne ERP-Lösungen Unternehmen nachhaltig entlasten und den erforderlichen Handlungsspielraum für Veränderungen eröffnen.

 

ERP gibt es schon lange. Was ist wirklich neu?
Zusammen mit unserem Technologiepartner Microsoft bieten wir ein weltweit einmaliges Angebot: Die „Unified Platform“ vereinigt unsere ERP-Branchensoftware, CRM-Lösungen, Internet of Things (IoT), Business Analytics, Office-Anwendungen und vieles mehr auf einer technologischen Basis. Das heißt: Alle Applikationen arbeiten mit einer einheitlichen Datenbasis, es gibt keine Datensilos mehr. Anwendungsübergreifende Workflows  sind damit ebenso möglich wie exakte betriebswirtschaftliche Auswertungen auf Knopfdruck. Zudem lassen sich weitere Services – etwa für künstliche Intelligenz – einfach aus der Cloud beziehen. Wichtig: Die Unified Platform ist kein geschlossenes System. Microsoft stellt über 200 Konnektoren bereit, mit der sich Drittlösungen unkompliziert einbinden lassen.


Branchensoftware – was verbirgt sich hinter diesem Konzept?
Jede Branche, jeder Markt hat unterschiedliche Anforderungen. Wir haben daher die Standardfunktionalitäten der ERP-Software Microsoft Dynamics 365 Business Central um zahlreiche branchenspezifische Funktionen und Workflows erweitert. Für Fertigungsindustrie, Großhandel, Projektdienstleister, Medizintechnik und Gesundheitsmarkt sowie weitere Branchen bieten wir maßgeschneiderte Lösungen, die Best-Practice-Prozesse, auf die Branche abgestimmte Auswertungen und sinnvoll voreingestellte Konfigurationen umfassen. Basis dafür ist der Dialog mit unseren Kunden sowie unsere Erfahrung aus über 1.600 Projekten in den letzten 20 Jahren. Wir versetzen Unternehmen damit in die Lage, ohne lange Einführungsprojekte schnell produktiv zu arbeiten.

Wie sehen die Vorteile in der Praxis aus?
Auf der einen Seite sorgt das nahtlose Zusammenspiel aller Applikationen für eine Produktivitätssteigerung und trägt so dazu bei, die Kosten nachhaltig zu senken. Auf der anderen Seite profitieren Unternehmen von einer enormen Flexibilität: Sie können quasi jederzeit einfach ihre Softwarelandschaft an geänderte (Markt-)Anforderungen anpassen, unkompliziert Maschinen und Unternehmen vernetzen sowie schnell neue Lösungen einführen – in Zeiten von neuen Geschäftsmodellen ein unverzichtbarer Wettbewerbsvorteil.
 

Welche Rolle spielt dabei die Cloud?
Die Digitalisierung ist ohne die Cloud nicht vorstellbar. Denn die Cloud verleiht Unternehmen eine bisher nicht gekannte Agilität, die auch angesichts immer kürzerer Innovationszyklen erforderlich ist. Unternehmen müssen sich mit der Cloud nicht mehr langfristig festlegen und in eigene IT-Infrastrukturen investieren. Sie greifen stattdessen unter dem Motto „mieten statt kaufen“ auf ein jederzeit skalierbares Angebot zurück, das sofort bereitsteht. Aufwändige Update-Projekte entfallen, da sich die Applikationen selbstständig im Hintergrund aktualisieren. Die weltweite Verfügbarkeit und die klare Kostenstruktur sind weitere Vorteile.
 

Worauf sollten Unternehmen besonders achten?
Digitalisierung ist nie ein reines IT-Thema, sondern betrifft das ganze Unternehmen. Ein Prozess wird nicht zwangsläufig besser, nur weil er digitalisiert wird. Wir hinterleuchten daher in einem ersten Schritt die abgebildeten Prozesse und identifizieren das Optimierungspotenzial. Erst danach folgt die Software.

 

www.kumavision.com